Archiv | September 2010

Spreewald

シュプレー川の森

Ab heute folgen meine Urlaubsberichte.

Vom 09. – 16. August machte ich Urlaub im Spreewald, wo ich noch nie gewesen war. Er befindet sich im Südosten Brandenburgs, wo sich die Spree vielfach verzweigt. Hier bildete sich eine Auen- und Moorlandschaft heraus, die als Biosphärenreservat geschützt ist. Die Gegend wurde sehr von den Sorben geprägt, die in Deutschland als nationale Minderheit anerkannt sind. Bis dato wusste ich nicht, dass es einer der beliebtesten Reiseziele in Brandenburg ist.

Meinen Urlaub verbrachte ich in einer Ferienwohnung in dem kleinen Dorf Radensdorf, 5km östlich von Lübben, der Kreisstadt des Spreewaldes. Es war wirklich nur ein Ort mit einer Haupstraße und kleinen Nebenstraßen. Das Häuschen stand sehr ruhig, und nach hinten raus ging es in einen großen Garten und hinunter zu den mit Mücken bespickten Auen. Also, ich glaube, ich habe mir an den ersten Tagen gleich elf Mückenstiche eingefangen. Allerdings gibt es im Spreewald auch genügend Libellen, die dafür gesorgt haben, dass es nicht mehr wurden.

In der einen Woche machte ich gleich am zweiten Urlaubstag eine Kahnfahrt auf den Kanälen der Spree, den so genannten Fließen. Die Fahrt war richtig toll und führte bis zum Inseldorf Lehde. Postlieferungen und Müllabfuhr erfolgt hier über Boote. Es gibt auch eine Zufahrt vom Festland aus, aber im Dorf kommt man nur mit Kähnen vorwärts. Viele Häuser – die Kaupen – stehen auf Inseln und sind auch über Brücken erreichbar. Ich war sehr fasziniert, dass so ein Ort in Deutschland existiert. Es kam mir wie ein kleines Venedig vor.

Die Fließen bieten Kanufahrern und Kahnfahrern die Möglichkeit das ganze Biosphärenreservat vom Wasser aus zu erkunden. Da jedoch zu meiner Urlaubszeit Hochwasser kam, wurden keine Kanus mehr verliehen und ich konnte leider diese Erfahrung nicht machen.

Als Alternative bot sich dann die Erkundung der Gegend mit dem Fahrrad an. Der Spreewald hat ein gut ausgebautes Radnetz und unterwegs kann man viele verschiedene Tiere und Pflanzen sehen. Außerdem roch es schön grün. So was mag ich sehr.

Rappbode-Talsperre

ラップボデのダム

Die Rappbode-Talsperre ist die größte Talsperre im Harz mit der höchsten Staumauer in Deutschland. Sie befindet sich etwa 100km westlich von Halle/Saale und 80km südlich von Braunschweig. Die Talsperre wurde von 1952-59 erbaut und ist 108m hoch und 415m lang. Das gestaute Wasser ist Trinkwasserreserve für die Städte östlich des Harzes wie Aschersleben, Halberstadt, Halle und sogar Leipzig. Die Wasserqualität ist dabei ausgesprochen gut, die Wasserhärte liegt im Durchschnitt bei 3° deutscher Härte. Ich fuhr am 18. Juli dorthin, weil ich noch nie dagewesen war, obwohl ich den Harz sehr gut kenne. Es ist ein interessantes Gefühl über so ein hohes Bauwerk mit dem Auto zu fahren, wenn auf der einen Seite gestautes Wasser ist und es auf der anderen Seite steil nach unten ins Tal geht. Wir kamen von Osten über die Mauer und fuhren dahinter in einen Tunnel rein, durch den zu dieser Zeit aufgrund des schönen Wetters viele Motorradfahrer mit Höchstgeschwindigkeit brausten und somit einen hohen Geräuschpegel verursachten. Hinter dem Tunnel lag der Parkplatz, was meiner Meinung nicht so günstig war, da ich wieder den ganzen Weg durch den lauten Tunnel zurücklaufen musste, um die Talsperre zu Fuß zu erkunden. Wenn da was im Tunnel mit den Motorrädern passiert wäre… gar nicht auszudenken bei den Menschen, die da noch durchliefen. Die Aussicht von der Talsperre war sehr schön. Das gestaute Wasser glitzerte schön im Sonnenlicht und auf der Seite, wo es langsam ablief, konnte ich tief ins Tal zu kleineren Seen mit kleinen Booten blicken. Die Natur drum herum hat mir auch gut gefallen. Manche Ansichten erinnerten mich sogar an die Natur in Japan. Durch die Aussicht und die guten Fotos, die ich machen konnte, war der Ausflug schon sehr schön.

Landesgartenschau Aschersleben 2010

国内園芸博覧会

Am 26. Juni fuhr ich zur Landesgartenschau in Aschersleben, die vom 24. April – 10. Oktober 2010 stattfindet. Da ich noch nie auf einer Gartenschau war, hatte ich nur vage Vorstellungen, was mich erwarten würde. Ich erhoffte mir Gewächshäuser und Themengärten. Zum Teil wurde das auch erfüllt.

Erwachsene zahlten für die Tageskarte 13,00€ und der ermäßigte Preis betrug 10,00€.

Die Landesgartenschau befand sich nicht auf einem extra hergerichteten Areal sondern in den Parks von Aschersleben, die einfach nur aufgehübscht worden waren. Es gab insgesamt drei Parks zu bestaunen und der südlichste, zu dem ich auch als erstes gelangte, gefiel mir am besten, da es hier einen Fluss gab, an dem Sonnenbänke standen. Außerdem kleine Themengärten, einmal mediterran, und Ostseestrand, einen Imker und Kleingärtner. Im zweiten Park, der schön schattig war, gab es auch Liegebänke und aus Lautsprechern an den Bäumen drang sehr angenehme Musik. Der für mich hässlichste Park war der letzte gleich am Bahnhof. Er war mir einfach zu groß und zu sehen gab es nur die Springbrunnen, in denen die Kinder plantschten und die kleinen Themengärten am Rande. Damit will ich aber nicht sagen, dass sich die Fahrt nicht gelohnt hatte. Mir fehlten definitiv die Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen. Sowas liebe ich.

Semesterferien

期末休暇

Ja, ich weiß, ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber es sind noch immer Semesterferien (17.07. – 03.10.2010) und da war ich einfach zu beschäftigt, um Einträge in meinem Blog zu hinterlassen. Ich war außerdem dreimal im Urlaub und habe zwischendurch noch andere Unternehmungen gemacht. In den folgenden Tagen werde ich meine ganzen Ausflüge hier dokumentieren. Es wird also wieder was zu lesen geben. Hier eine kleine Liste, über was ich schreiben werde:

  1. Landesgartenschau in Aschersleben
  2. Rappbodetalsperre im Harz
  3. Urlaub im Spreewald
  4. Urlaub in der Prignitz
  5. Urlaub an der Ostsee