Prignitz

プリグニツ

Vom 23.8. – 27.8.2010 besuchte ich meine Verwandtschaft väterlicherseits, die in der Prignitz wohnt. Vielleicht kennt jemand von meinen Lesern diesen recht schönen Landstrich im Nordwesten Brandenburgs. Die Gegend wird von Flachland, Wäldern und Heidelandschaft geprägt und erstreckt sich von Wittenberge im Westen bis Rheinsberg im Osten auf einer Fläche von 2,123 km². Das heutige Gebiet der Prignitz entstand 1993 durch die Fusionierung der Gebiete Pritzwalk und Perleberg und einigen Stadtverwaltungen des Bezirkes Kyritz. Der westlichste Teil gehörte ursprünglich zu Mecklenburg-Vorpommern und wurde am 1. August 1992 ein Teil Brandenburgs. In früheren Zeiten war die Prignitz das Grenzgebiet zwischen Brandenburg und Mecklenburg. Es wurde von den Deutschen nach dem Ersten Kreuzzug besiedelt, besonders von jenen aus der Bremer Gegend. In den folgenden Dekaden nahmen die Besiedlungen zu. Noch heute wird auf den Dörfern gelegentlich Plattdeutsch gesprochen. Seit dem Mauerfall verliert die Prignitz zunehmend an Einwohnern durch Wegzug in die Großstädte. Mittlerweile zählt der Landstrich zu den am dünnsten besiedelten Deutschlands.

In der Woche, in der ich „oben“ war, wie ich immer sage, habe ich ein paar schöne Ausflüge mit dem Rad gemacht. Das Wetter spielte allerdings nicht immer mit und letztendlich ging es nur mit dem Auto voran. Besonders sehenswert sind Wittstock mit seinem historischen Stadtkern, Rheinsberg mit seinem Schloss und Lindow (Mark) mit seinem Zisterzienser Kloster. Es gibt in der Prignitz recht viele Kloster, teils gut erhalten, teils verfallen, teils wieder im Aufbau. Sie sind einen Besuch wert, wenn man alte Gebäude mag.

Es war gerade Pilzzeit, als ich in der Prignitz war, und in den Wäldern schossen die Pilze nur so aus dem Boden.

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