A new year, new luck
Nachdem ich mich im September 2011 aus der Uni ausgeschrieben hatte, kam das auf mich zu, was so manchen Studenten ereilt, wenn er nicht schon während des Studiums dafür Zeit gehabt hatte. Die Jobsuche. Jetzt mag man sich sagen: „Ich habe studiert, jetzt weiß ich genau, was ich werden will”, aber nein, bei mir nicht. Damit will ich nicht sagen, dass das Studium schlecht oder falsch war. Im Gegenteil. Es hat mir meine Stärken und Schwächen, Interessen und Desinteressen aufgezeigt. Ich weiß definitiv, was ich nicht werden will. Offen bin ich eigentlich für alles, was keinen Bürostuhl und stumpfsinniges in den Computer starren bedeutet. Ich bin eher jemand, der in Bewegung sein muss, jemand, der vielleicht in der Natur ist oder ständig mit Menschen zu tun hat. Ich bin nämlich ein soziales Wesen. Ich habe ein Händchen für Kinder. Meine Referenzen decken auch hauptsächlich diesen Bereich ab. Aupair, Kindergarten, Behindertenwerkstatt, Babysitting, das sind so die Dinge, worin ich mich probiert habe. Außerdem liebe ich Großbritannien. Ich war schon als Urlauberin und Aupair dort und es ist nicht weit weg von Deutschland, wenn es mich mal dahin verschlüge.
So mancher schlägt sich mit den Ämtern rum, um einen Job zu finden. Ich auch. Und ich bin jemand, der gute Erfahrungen gemacht hat. Dabei heraus kam das Stellengesuch einer Agentur in London, die junge Frauen als Kindermädchen vermittelt. Prompt habe ich mich beworben und positive Resonanz erfahren. Wusstet ihr, dass es Bewerbungsgespräche über Skype gibt? Also, das war mir widerfahren und neu. Allerdings ist es auch ein wenig… komisch wie selbstverständlich angenommen wird, dass der Ottonormalverbraucher das auf seinem Computer samt Webcam besitzt. Nun ja, ich habe das Glück, dass ich es besitze, und nach dem auf Englisch geführten Gespräch (wobei ich noch nie so nervös war) bekam ich das Feedback, dass sie gerne meine Referenzen haben wollen. Einziger Haken an der Sache: man muss mind. 3 Jahre Erfahrung in der Kinderbetreuung haben. Nun, man schüttle sich das mal ausm Ärmel. Aber es läuft gut. Ich befinde mich noch im Prozess des Einsendens der Referenzen. Ein paar müssen nachträglich geschrieben werden.
Die Agentur erwartete mitunter ein Führungszeugnis und ein Zertifikat eines Erste-Hilfe-Kurses für Kindernotfälle. Kann man ja verstehen. Mir kommt diese Agentur samt Kontakt plus Internetauftritt sehr seriös vor. Sie prüfen nicht nur die Bewerberinnen sondern auch die zu vermittelnden Familien auf Führungszeugnisse, geben Richtlinien für Gehälter u.ä. Sicher alles Dinge, die so eine Agentur tun muss.
Für mich ist es eine neue Erfahrung und ich hoffe, es kommt was Gutes am Ende heraus. Ich möchte sehr gern mit Kindern und Familien Erfahrungen im Ausland machen und es wäre auf jeden Fall eine besondere Herausforderung, das zu meistern. Vermittelt wird der Großraum London, aber auch Familien, die in andere Länder pendeln und dabei Unterstützung für ihre Kinder suchen. Ich bin für alles offen. Drückt mir doch die Daumen, dass sich eine Familie für mich findet!