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Rückflug

復航

Meine Zeit in Singapur neigt sich dem Ende entgegen. 24 Wochen habe ich bei meiner Gastfamilie gewohnt. 24 wundervolle Wochen mit vielen Erlebnissen, und ich werde es nie vergessen, dass sie es mir ermöglicht hat Japan und Singapur kennenzulernen. Meine Arbeit bei ihnen und auch das Familienleben waren immer sehr gut, im Durchschnitt habe ich 34 Stunden die Woche gearbeitet, was durchaus okay ist.

Am Montagabend, den 16.3., geht mein Flieger nach Japan, wo ich noch ein paar Wochen bleiben werde, bevor ich mit dem Heimflieger nach Deutschland zurückkomme. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen, finde ich. Irgendwie geHübscher Vogel im Jurong Parkht immer alles, was schön ist, zu schnell zu Ende.

Über das Wochenende versuche ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie den Singapurer Zoo mitzunehmen. Heute war ich im Japanischen und Chinesischen Garten, und letzten Sonntag im Jurong Vogelpark, der wirklich sehr schön ist.

Nach sechs Wochen habe ich mich auch wirklich an die Hitze gewöhnt. Man merkt dann schnell, wenn es kalt wird, und unter kalt versteht man hier 23°C. Tagsüber sind es ja im Durchschnitt 30°C, wenn es mal nicht regnet. Die Monsunzeit geht jetzt zu Ende und ich habe gehört, danach wird es noch heißer. Da ist es doch gut, dass ich zurück in die kühleren Länder reise. Solche Hitze mit 34°C ist für mich auf Dauer zu viel. Ständiges Schwitzen geht mir irgendwann auf die Nerven. Mal sehen, wie kalt es in Japan ist. Auf jeden Fall steht Kofferpacken demnächst wieder an.

Singapur

シンガポール

Sicher wundert ihr euch gerade, was diese seltsame Überschrift bedeuten soll. Singapur? Wie komme ich denn darauf? Nun, das ist ganz einfach. Ich werde nämlich in genau 16 Tagen mit meiner Gastfamilie nach Singapur auswandern.
Wie das kommt? Also, da muss ich ein wenig ausschweifen.
Bevor ich nach Japan gekommen bin, stand ich in sehr regem Emailkontakt mit meinen Gasteltern Azusa und Christoph (ist ja logisch, ich wollte ja alles über sie wissen und umgekehrt). Dabei verdeutlichten sie mir ausdrücklich, dass Christoph seinen Job im Februar verlieren wird, weil Stellen gekürzt werden. Ich dachte mir dabei nur, dass sie mich trotz Jobproblemen hoffentlich haben wollen und ich im Notfall dann auch ein Gasthaus aufsuchen würde, wenn sie mich nicht mehr bezahlen könnten.

Am Abend des 25. Novembers trat dann etwas sehr Unerwartetes ein. Mein Gastvater rief mich zu einer kleinen Besprechung ins Wohnzimmer und eröffnete mir dann, dass er keinen Job in Japan gefunden hat. Er hatte dafür zwei Jobangebote aus London und Singapur erhalten. Natürlich war meine Überraschung groß und ich hatte Sorge, dass ich nun ausziehen muss. Jedoch kam dann die Frage, ob ich denn nicht Lust hätte mit ihnen nach Singapur zu kommen. Ich war erstmal wie vor den Kopf gestoßen. Dann dämmerte es mir, dass sie wohl sehr zufrieden mit mir sein müssen, dass sie mich mit nach Singapur nehmen möchten. Ich habe glatt Ja gesagt.
Das Jobangebot aus London hat Christoph ausgeschlagen, weil er schon einmal für zwei Jahre in London gelebt und gearbeitet hat und es ihm nicht gefallen hat. Meine Gasteltern sind nämlich schon ganz schön oft umgezogen. Nun haben sie aber die Kinder und sie sind froh, dass ich zugesagt habe, sodass es für die Kleinen nicht so schwer wird von Japan Abschied zu nehmen, weil drei Erwachsene mitkommen, die sie kennen und mögen. In meiner Gastfamilie bin ich für die Kinder nämlich schon die O-neesan (お姉さん– ältere Schwester).

Von Singapur wusste ich zugegebenermaßen gar nichts. Ich habe dann erstmal viele Informationen von diesem Stadtstaat gelesen und festgestellt, dass Japaner allgemein eine hohe Meinung von ihr haben. Sie soll sehr sauber, geordnet und kontrolliert sein. Ich verweise dabei nur mal auf die Strafen, die es auf das Kaugummispucken gibt. Allerdings ist Singapur auch ein multikultureller Stadt, sodass viele verschiedene Menschen auf engem Raum leben. Hauptsächlich Inder, Englisch Sprechende (oft England, USA, Australien), Malayen und Chinesen.
Mal davon abgesehen, liegt Singapur am Äquator. Es wird also eine sehr große Umstellung mit dem Wetter geben. Im Moment haben wir hier nämlich 6°C im Durchschnitt, während in Singapur tropische Hitze von 28°C und mehr herrscht. Dann haben wir uns alle natürlich über die Impfungen informiert und auch über die Dinge, die mir mitbringen dürfen. Leider ist Nahrung verboten. Darum esse ich jetzt alle meine Süßigkeiten auf. ;-)
Ich schreibe erst jetzt, dass ich nach Singapur gehe, weil mir vorher noch so einige Behördengänge bevorstanden, das Flugticket nicht gekauft war, überhaupt alles in der Schwebe hing und ich niemanden hibbelig machen wollte, wenn noch nicht alles 100% in Butter ist.

So, aber nun ist alles fast fertig.

  1. Der Umzug steht Ende Januar bevor. Es wird eine Firma kommen und alle Möbel aus dem Haus räumen, die dann auf einem Schiff in Container verladen werden.
  2. Ich musste mir in der Deutschen Botschaft in Tokyo einen neuen Reisepass ausstellen lassen, da man nach Singapur nur mit einem Pass einreisen darf, der weitere 6 Monate gültig ist. Meiner wäre im April abgelaufen und Singapur war nicht eingeplant. Aber es kommt immer alles anders als man denkt, ne? ^^
  3. Dann gab es da noch die Alien Registration Card (ARC), die ich nach 3 Monaten beantragen musste. Damit ist man dann offiziell als Ausländer in Japan vermerkt.
  4. Dann habe ich wegen Weihnachten eine Woche länger auf den Pass warten müssen, obwohl ich einen Expresszuschlag für eine Bearbeitungszeit von nur 2 Wochen bezahlt hatte. Aber eigentlich habe ich damit gerechnet. Deutschland macht eben Ferien, sobald Weihnachten in der Luft liegt. *den Kopf schüttelt* Dabei hatte ich den Pass am 03.12. bestellt.
  5. Und dann war da noch das Umschreiben meines alten Passes auf den neuen. Dazu musste ich in das Immigrationsbüro in Yokohama. Nun steht auch in meinem neuen Pass, dass ich legal mit einem Visum eingereist bin.

Und das Geniale daran ist, meine Gasteltern haben mir nicht nur 80% des neuen Reisepasses bezahlt, sondern sie bezahlen mir sogar das Rückflugticket nach Japan im März. Denn: Mein Rückflugticket nach Deutschland gilt von Tokyo-Narita und eine Umbuchung hätte mich 100 Euro gekostet. Ich bleibe dann noch 2 Wochen in Tokyo in einem Gasthaus und werde dann mit x-tausend Eindrücken wieder nach Hause fliegen.

Klingt alles sehr aufregend, ne? ^^

Fliegen in Sicht

航続は目に入る。

Übermorgen ist es also soweit. Ich fliege nach Japan. Ich bin total aufgeregt. Heute bin ich nochmal alles durchgegangen, sodass ich auch alles habe, was ich für die Reise brauche. Zuallererst aber, was ist wichtig mitzunehmen?

Hier ein paar Dinge, die man nicht vergessen sollte, wenn man nach Japan fliegt:

1. Flugbestätigung aus dem Reisebüro
2. Reisepass
3. engl. Ausgabe der abgeschlossenen Auslandskrankenversicherung (für den Fall, dass man zum Arzt muss)
4. Adapter (damit auch dt. Stecker in jap. Steckdosen passen)
5. ISIC (Internationale Studenten-Identitätskarte, damit bekommt man weltweit Rabatt, wenn man Student ist)
6. Kopfschmerztabletten/Reisetabletten
7. Regenschirm (wegen der Regenzeit)
8. Fächer (wegen der heißen Tage, die bis in den Oktober andauern)

Dabei ist ganz wichtig, dass alle spitzen Gegenstände, sowie Kosmetikartikel (Schminke, Cremes, Shampoo, etc.), Arzneimittel und Flüssigkeiten in den Koffer gehören, sonst muss man das bei der Flughafenkontrolle hier lassen. Man darf in eine am Flughafen für ein kleines Entgelt erhältliche Ein-Liter-Plastiktüte Kosmetikartikel und Flüssigkeiten jeweils bis zu 100ml als Handgepäck mitnehmen. Das sind die neuen Flugbestimmungen. Ansonsten werde ich als Handgepäck nur meinen Laptop und eine Tasche mitnehmen, wo ein Buch, meine wichtigsten Utensilien und meine Musik drin ist. Das Unterhaltungsprogramm im Flieger soll ja bei Langstreckenflügen sehr umfachreich sein. Ich hoffe, es kommt also keine Langeweile auf. Dafür bin ich nämlich sehr empfänglich.

Um auch gesundheitlich für den Aufenthalt in Japan gerüstet zu sein, war ich am Freitag zur Grippeschutzimpfung und habe heute noch Keuchhusten-Diphterie-Wundstarrkrampf auffrischen lassen. Allgemein gibt es keine Impfvorschriften für Japan. Die Moskitos können aber ganz schön angriffslustig sein und im Süden des Landes auch Japanische Enzephalitis übertragen. Allerdings gibt es kaum noch Krankheitsfälle bedingt durch die systematische Durchimpfung der Haustiere. Polio sollte gänzlich vorhanden sein. Also alle 4 Impfungen. Zumindest ist das bei mir so. Genauso sollte man bei einem längeren Aufenthalt auch gegen Hepatitis A und B geimpft sein. Das ist bei mir aber schon im Laufe meines Lebens vorgenommen worden. Solche Impfungen sind hauptsächlich für jene gedacht, die für längere Zeit im Land sind. Für Urlauber ist es nicht notwendig.

Morgen ist Packen angesagt, weil ich heute nicht mehr dazu kam, und dann geht es am Mittwochmorgen zum Flughafen. Ich werde mich nach meinem Flug – sobald es mir möglich ist – hier melden und Bescheid geben, ob ich gut angekommen bin. Bis dahin drücke ich alle, die mir alles Gute wünschten und mich unterstützen.

Kreditkarte

クレジットカード

Um im Ausland auch Geld abheben zu können, falls das Geld, das man vorher umgetauscht hat, nicht ausreicht, habe ich mir vorsorglich eine Kreditkarte zugelegt. Ich habe länger darüber nachgedacht gehabt, ob ich die wirklich brauche, aber ich will nicht in Geldnöte kommen, auch wenn ich sehr sparsam bin. Bei meiner Bank habe ich dann also letzte Woche eine Karte beantragt. Die Dame, die mich beraten hat, war wirklich sehr nett und ich konnte ihr Löcher in den Bauch fragen, damit ich ganz genau Bescheid weiß, was mit der Karte auf mich zukommt. Heute kam dann die Karte an. Hat wie vorhergesagt von der Frau, wirklich nur fünf Tage gedauert. Kann ich also auch abhaken.

Dann hab’ ich noch meinen Vermieter angerufen und ihn gefragt, ob es okay ist, wenn wir mit der Miete etwas runtergehen, weil ich ja sowieso nicht da bin. Der war echt nett und ist 30 Euro in den Betriebskosten und 20 Euro in der Kaltmiete runtergegangen. Mehr darf ich nicht erwarten und ich bin auch froh, dass es überhaupt möglich war. Wieder etwas, das ich abhaken kann.

Den Zahnarzt hab’ ich dann auch gleich noch angerufen und mir einen Kontrolltermin geben lassen, damit ich durchgecheckt nach Japan fliegen kann. Ein Termin zum Grippeschutz steht auch noch an und meine Liste wird immer kleiner…

Visum

査証

Heute morgen klingelte es 9.55 Uhr. Da ich ja Ferien habe und somit auch zum Ausschlafen tendiere, es jedoch irgendwie im linken Zeh hatte jucken gespürt, dass ich Post bekommen würde, war ich putzmunter, fiel kopfüber aus dem Bett und rannte im Schlafanzug an den Türsprecher. Eine Postfrau meldete sich unten und meinte, sie habe ein Einschreiben. Sofort war ich im Morgenmantel verschwunden, nachdem ich den Türöffner gedrückt hatte. Eine Minute, um halbwegs wacher auszusehen, hatte ich. Dennoch schaute ich der netten Dame ziemlich verschlafen ins Gesicht, als sie bei mir vor der Tür ankam und ein fröhliches „Guten Morgen“ entgegenträllerte. Ich kritzelte irgendwo auf das Einschreiben meine Unterschrift, dass ich es empfangen hatte, bedankte mich, dass sie so flott von der Post seien, und wünschte der Frau einen schönen Tag. Kaum hatte ich die Tür zugemacht, rannte ich in die Küche und riss den Umschlag auf. Mein Pass war drin – alles in mir summte schon – und als ich ihn aufklappte, grinste mich mein Visum an. Der Schrei, der danach folgte, blieb zum Glück ungehört. Na gut, vielleicht haben sich ein paar Tauben im Innenhof erschrocken, aber einen Tierarzt musste ich nicht rufen. ;) Jedenfalls bin ich super glücklich, dass ich nun mein Visum bekommen habe. Das ging wirklich schnell. Montag beantragt, Mittwoch bekommen. Wow! Das ist mal schnelle Bürokratie.

Wie sieht so ein Working Holiday Visum aus?

Meins ist weiß, grün, rosa gehalten, klebt wie ein Sticker auf einer der Sichtvermerksseiten im Pass, zeigt mein Passbild in Schwarzweiß, kurze Daten zu meiner Person, den Ausstellungsort des Visums, die Art der Beschäftigung und die einjährige Gültigkeit für Japan.

Ich bin total glücklich! Nur noch 5 Wochen!

In der Japanischen Botschaft

在ドイツ日本国大使館

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufmürbend es für mich war, als ich mich gestern zur Japanischen Botschaft aufgemacht habe, um mein Visum zu beantragen. Ich bin meinem Vater sehr dankbar, dass er mich hingefahren hat. Vom Hauptbahnhof zur Botschaft zu kommen, wäre für mich als Nicht-Berlinerin ziemlich kompliziert geworden. Wahrscheinlich hätte ich mich erstmal mit dem U-Bahn- oder Busnetz auseinandersetzen müssen.

Da die Öffnungszeiten der Botschaft von 9.00 – 12.15 Uhr, 14.00 – 16.30 Uhr sind, und wir am Nachmittag noch Verwandte besuchen wollten, die in Berlin wohnen, sind wir schon 8.30 Uhr los. Wir haben mit dem Stadtplan problemlos hingefunden und waren etwa 11 Uhr da. Am Eingang meldet man sich dann an und wird von einer netten Dame oder einem netten Herrn durch die Drehtür durchgelassen. Dann stellt man seine Tasche in einem Raum auf ein Förderband, das dann in einem Kontrollgerät verschwindet und die Tasche auf gefährliche Gegenstände überprüft. Wie auf dem Flughafen. Sicherheit geht ja vor. Dort steht auch so ein Kontrolldurchgang, durch den man hindurchgeht, und wenn man was Metallisches an sich hat, dann piept es. Wir waren aber sauber. ^^

Man betritt dann die Botschaft und läuft bis nach hinten, wo drei Schalter wie auf einem Bahnhof sind. Ich war nicht die Einzige im Aufenthaltsraum, der sich davor befindet. Zwei andere Mädchen waren gerade dabei Formulare auszufüllen. Ich hab’ dann geklingelt und herbei rauschte eine kleine Japanerin, die sich mit mir durch die Sicherheitsscheibe unterhielt. Sie fragte mich, was ich möchte und wie lange ich vorhabe in Japan zu bleiben. Als ich ihr dann sagte, dass ich als Aupair nach Japan gehen möchte, sagte sie mir gleich, dass das nicht in Japan geht. Dass das Aupairsystem dort nicht bekannt sei. Das war mir schon durch meine Gastmutter bekannt, dennoch lief es mir eiskalt den Rücken runter. War das die Absage, die ich befürchtet hatte? Ich erklärte der Frau, dass schon eine Bekannte von mir drüben sei und als Aupair arbeitete, und fragte mich selbst in dem Moment, wie sie es angestellt hatte, ein Visum zu bekommen.

Man sagte mir, ich solle mich erstmal setzen und auf die deutsche Kollegin warten. Endlose 15min vergingen, bis mich eine ältere Dame aufrief. Dieser erklärte ich das Gleiche nochmal und auch sie machte ein ‘Nein-als-Aupair-kann-ich-Sie-nicht-nach-Japan-lassen’-Gesicht. Mir war echt schlecht. Immerhin wollte ich ja nach Japan, völlig egal als was. Dann dämmerte es mir, dass es wahrscheinlich für andere Länder sogenannte Aupairvisa geben muss, nur für Japan nicht. Die Leute hatten mich alle falsch verstanden. Ich wollte doch ein Working Holiday Visum (Ferienaufenthaltsvisum). Das machte ich der Dame dann klar und sie meinte, ich müsse dann alles von den schon von mir ausgefüllten Formulare nochmal neu eintragen, weil ich überall „Aupair“ hingeschrieben hatte. Also setzte ich mich hin und füllte das Antragsformular und den Lebenslauf nochmal neu aus. Quälende 20min lang. Ich wollte immerhin alles richtig aufschreiben. Als ich alles fertig hatte, klingelte ich die Japanerin herbei und gab ihr die Formblätter. Sekunden, nachdem ich mich wieder hingesetzt hatte, kam sie wieder und fragte, ob ich denn nicht noch die anderen Dinge dabei hätte. Den Reisepass usw. und ob ich denn auch 2100 Euro Eigenkapital hätte.

‘Wie bitte?’, dachte ich mir. ‘Hatte man mir denn nicht 2000 Euro gesagt?’ Zum Glück hatte ich mehr gespart und auf der Kopie stand das auch so drauf. Also, alles abgegeben und weitere 20min gebangt und gewartet, dass alle Kopien und Formulare okay seien. Ich glaub’ ich war kreidebleich. Ich konnte mich nicht mal mit meinem Vater unterhalten, der nebenbei Werbebroschüren durchgelesen hatte. Nach 20min kam die ältere Frau wieder an den Schalter und ich sprintete zu ihr, in der Hoffnung eine gute Antwort zu erhalten. Ich hab’ sie wohl wie ‘ne Irre angesehen, als sie sagte, die Formulare seien in Ordnung und dass sie es in drei Tagen bearbeitet haben würden. Ich wollte sie knutschen.

Ich habe ihr dann auch gesagt, dass ich es gerne per Post zugesandt haben möchte, worauf dann natürlich, die von mir nicht bedachte Tatsache kam, dass das ja nur als Einschreiben geht, weil immerhin der Personalausweis mit dem Visum zurückgeschickt wird. Dabei hatte ich nun extra schon Briefmarken und Briefumschläge gekauft. Aber das Einschreiben hab’ ich dann später gleich auf einer Berliner Post erledigt. So haben die das wohl schon heute zugesandt bekommen und ich erwarte ab Donnerstag Post. Wenn ich dann das Visum in Händen halte, dreh’ ich wohl durch. :)

P.S. Ich danke dir Papa, dass du an diesem Tag so viel Geduld mit mir hattest.