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Masjid Sultan

スルタンモスク

Heute ist mein letzter Tag in Singapur, denn heute Nacht geht mein Flug nach Hause. Mein Gastvater hat sich für heute frei genommen und während die Kinder im Kindergarten waren, sind wir alle zu dritt in ein arabisches Viertel in der Stadt gegangen. Dort gab es natürlich viele kleine Geschäfte, wo orientalische Stoffe, Schmuck, Essen und Souvenirs verkauft wurden. Im Zentrum stand eine Moschee. Die sogenannte Sultan-Moschee (Masjid Sultan). Sie gilt als eine der wichtigsten Moscheen in Singapur. Nur Azusa und ich sind hineingegangen, um sie uns von drinnen anzusehen. Wir bekamen Kleidung, um uns zu verhüllen und durften dann nur auf bestimmten Teppichen laufen, um uns das Innere anzusehen. Welche Bewandtnis das hat, weiß ich nicht. Ich habe zwar Fotos von der Moschee innen machen dürfen, aber ich lade sie hier nicht hoch, weil ich denke, dass es ein heiliger Ort ist, der bewahrt bleiben soll. Ich habe in den Sachen ganz schön geschwitzt und war echt froh, als ich sie wieder ausziehen durfte. Wir sind dann noch durch die Gegend geschlendert und haben die Auslagen bestaunt (Kaschmirschals wurden für bloß 3-5 Euro verkauft).

Jetzt ist der Koffer schon gepackt und ich muss zugeben, ich mag nicht nach Hause fliegen, da es hier sehr schön ist. Alles ist so kunterbunt und vielfältig. So viele Menschen unterschiedlicher Kulturen leben friedlich an Ort und Stelle. Ganz anders als in Deutschland.

Wie man die Hitze erträgt

暑さを忍ぶ

Wenn man zum ersten Mal in ein heißes und feuchtes Land wie Singapur kommt und diese Hitze nicht gewöhnt ist, braucht der Körper eine gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Jeder reagiert unterschiedlich, aber es gibt einfache Maßnahmen, um sich an das Wetter anzupassen.

  1. Viel Wasser trinken. Mindestens 2 Liter. Wer Sprudelwasser mag, das gibt es auch in Singapur.
  2. Die direkte Sonne meiden und sich im Schatten aufhalten, denn dort ist es merklich kühler, besonders Naturschatten (Bäume etc.).
  3. Sich in kühlen Räumen aufhalten. Gut eignen sich die Einkaufszentren, wenn man unterwegs ist oder natürlich die eigene Wohnung, wo man die Klimaanlage anschaltet.
  4. Nach jedem Regenguss die Fenster aufmachen, denn oft kühlt sich die Luft um mehrere Grad ab (von 30°C auf 26°C, was man spürt).
  5. Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 25 und höher verwenden, da die Sonneneinstrahlung am Äquator sehr stark ist und man sehr schnell einen Sonnenbrand bekommen kann.
  6. Einen Sonnenschirm oder Fächer für unterwegs benutzen.
  7. Kurze, luftige Kleidung und Sandalen tragen. Am besten eigenen sich Flip-Flops, Flatterblusen, Hemden, Tops, kurze Hosen oder Röcke. Außerdem einen Sonnenhut (wenn man einen hat) und eine Sonnenbrille mit UV-Faktor.
  8. Abkühlung unter der Dusche oder im Swimmingpool suchen (allerdings nicht in der Mittagshitze).
  9. Nicht überanstrengen mit Sport.
  10. Gemächlich laufen sonst kommt man schnell ins Schwitzen. In Singapur ist mir aufgefallen, dass die Menschen nicht so hektisch laufen wie bei uns in Deutschland.

Verschiedene Eindrücke

色々な印象

In den letzten Tagen, die leider alle viel zu schnell vergangen sind, habe ich weiterhin verschiedene Eindrücke von Singapur gewinnen können.

Am Mittwoch war ich mit HIPPOtours unterwegs, einem Anbieter für Sightseeingausflüge mit einem Doppeldeckerbus in der Stadt. Das Ticket kostete mich nur 12 Euro und erlaubte mir für zwei Tage zwei Busrouten abfahren zu dürfen, einmal die City Tour und einmal die Heritage Tour. Das war beides sehr interessant, aber ich war nur an einem Tag unterwegs, weil sich das Wetter in Singapur immer so schnell ändert. An dem Tag, als ich unterwegs war, war es warm und windig.

Am Samstag war ich wie im letzten Jahr im Singapurer Zoo. Diesmal kamen aber auch Azusa und die Kinder mit. Leider musste Christoph arbeiten. Es hat uns trotzdem viel Spaß gemacht, da die Sonne geschienen hat und nicht ein unerwarteter Regenguss über uns hereinbrach.

Heute war ich dann nochmal ein bisschen shoppen (leider schwindet mein Geld immer mehr), da es hier so viele wunderbare Geschäfte wie Forever 21 oder Uniqlo gibt, die nicht teuer aber gut sind. Am Nachmittag war ich dann mit meiner Gastfamilie im Botanischen Garten, da es dort eine kleine Veranstaltung von Amelies Kindergarten bezüglich Ostern gab. Ja, Ostern wird auch in Singapur gefeiert und selbst Karfreitag ist ein Feiertag. Die Kinder sind dann Plastikeier suchen gegangen, weil die Schokoeier geschmolzen wären, und haben sich am Eierlauf beteiligt. Es war so warm, dass ich froh war, dass wir nach zwei Stunden wieder gegangen sind.

Singapore Flyer

シンガポル・フライヤー

Zu den hoch hinausgehenden Sehenswürdigkeiten in Singapur zählt der Singapore Flyer im Osten der Stadt an der Marina Bay. Dieses Riesenrad ist 165m hoch und löste bei seiner Eröffnung 2008 den Stern von Nanchang (China) als größtes seiner Art ab. Das London Eye war bis 1999 das größte Riesenrad der Welt. Die Baukosten des Singapore Flyers wurden von einigen deutschen Banken aufgebracht.

Jede seiner 28 Gondeln fässt 28 Personen und eine Umdrehung dauert 37 Minuten. Natürlich wollte ich mir eine Rundumansicht von Singapur nicht entgehen lassen, also wartete ich auf einen guten sonnigen Tag, damit ich auch eine wunderbare Sicht von dort oben hatte. Der Eintritt war nicht teuer, etwa 15,70€. Zum Glück musste ich auch nirgendwo anstehen, da ich unter der Woche hingegangen war. In meiner Gondel waren vielleicht fünfzehn Leute. Während der Fahrt konnte man einem kleinen Handheld zuhören, der etwas über die Entstehung des Riesenrades und den Sehenswürdigkeiten rundherum erzählte. Dabei habe ich erfahren, dass der Singapore Flyer unter der Anleitung von Feng Shui-Meistern erbaut wurde. Er befindet sich zwischen zwei Flüssen auf einer Halbinsel, bewegt sich vom Meer ausgesehen in Uhrzeigerrichtung und trifft sich mit Erde und Himmel. Daraus wird positive Energie gesammelt, das Glück wird gebündelt und am obersten Punkt des Rades soll man sich dann etwas wünschen. Ist doch eine hübsche Geschichte.

Bintan Island

ビンタン島

Ich bin seit gestern wieder aus dem dreitägigen Urlaub mit meiner Gastfamilie zurück. Wir waren auf Bintan, einer indonesischen Insel, die sich 40km südlich von Singapur befindet. Christoph hatte für uns zwei Zimmer im Bintan Lagoon Resort gebucht. Am Mittwochmittag sind wir mit der Fähre dorthin gefahren. Die Überfahrt dauerte nur 50min, war aber aufgrund des hohen Seegangs nichts für schwache Mägen. Selbst mir war etwas mulmig. Im Fährenterminal Tanah Merah im Osten Singapurs ging es zu wie auf dem Flughafen. Wir mussten durch eine Sicherheitskontrolle und unser Gepäck überprüfen lassen. Außerdem gab es ein paar Formalitäten auszufüllen, da wir die Landesgrenze überschritten. In Bintan angekommen, reihten wir uns in die lange Schlange, die sich ein Visa-on-Arrival kaufen musste. Es gewährt einen 30-tägigen Aufenthalt im Land und kann nicht verlängert werden. Es kostete 25 US$ (~18,50€). Früher hat es mal 10 US$ für einen 7-Tage-Aufenthalt gekostet, aber die Bestimmungen haben sich geändert. Ich bekam einen Visaaufkleber in meinen Pass und dann ging es zur Gepäckstelle. Als wir alles beisammen hatten, verließen wir das Gebäude und wurden von einem Reisebus zu unserem Hotel gefahren. Das Bintan Lagoon Resort ist eins von mehreren seiner Art im Norden der Insel. Indonesien hat diesen Teil an Singapur verpachtet, damit es ein Resort daraus machen konnte. Ich fand es überwältigend groß. Es wird durchzogen von Golfplätzen und Abenteuerspielplätzen, Seen und großen Mangrovenwäldern. Ich habe sogar ein paar freilebende Affen gesehen.

Im Hotel angekommen, holten wir unsere Schlüssel und bezogen unsere Zimmer. Ich teilte mir mit Amelie eins und wir hatten genügend Platz für uns beide. Zwar hatten wir keinen Blick aufs Meer (das hätte mehr gekostet), aber wir waren sowieso meistens draußen als im Zimmer. Das Hotel war in einen West- und Ostflügel unterteilt und in der Mitte befanden sich die Lobby und die Restaurants. Zum Strand waren es etwa 5min und da wir leider sehr hohen Seegang hatten und rote Fahnen Badeverbot geboten, waren wir oft in unserem riesigen Pool.

Wenn die Kinder abends dann im Bett waren, bin ich mit Christoph Billiard oder Tischtennis spielen gegangen. Wir waren auch einmal beim Bogenschießen und nach 7 Jahren hatte ich zum Glück nichts verlernt.

Der Donnerstag war leider sehr verregnet, darum haben wir nicht so viel machen können, als im Freizeitcenter um die Ecke Tischtennis zu spielen oder die Kinder im Kids Club abzugeben. Am Abend kam jedoch die Sonne mal heraus.

Der Freitag sah nicht anders aus. Es tropfte oft genug, dass man selten draußen war. Ich glaube, das lag am Monsun. Es war immer noch sehr windig.

Alles im allem hat es mir aber sehr gefallen und ich habe mich sehr gefreut, dass mich meine Gastfamilie mitgenommen hat! Die Bilder sprechen alle für sich.

Wieder in Singapur

またシンガポール

Ja, ich bin wieder in Singapur. Meine Gastfamilie hatte ja eine Weile schon gefragt, ob ich wiederkommen werde. Nun war es soweit.

Ich bin am 10. März am Abend mit einem Zubringerflieger von Air France zum Flughafen Paris Charles de Gaulles gebracht worden. Zuvor hatte ich im Internet einige Informationen über diesen Flughafen eingeholt und bin dabei über Kundenwertungen gestolpert, die sich bezüglich Air France und Charles de Gaulles sehr unterschiedlich auslassen. Die positiven und negativen Meinungen geben sich doch die Waage. Obwohl ich Sorge hatte, dass ich vielleicht zu spät ankommen oder mich auf dem Flughafen mit seinen vielen Terminals nicht zurechtfinden würde, lief doch alles glatt. Ich hatte noch 75min Zeit bis zu meinem Anschlussflug nach Singapur. Theoretisch wäre eine Verbindung über Dubai oder Istanbul die direktere gewesen, aber die Preise sprachen auch für sich.

Mitternacht war ich mit einer weiteren Air France Maschine in der Luft nach Singapur. Die Flugbegleiter sprachen Französisch und Englisch, wobei dieses gewöhnungsbedürftig war. Es schult das Ohr, um sie genau zu verstehen. ;)

Auf dem 12-Stunden-Flug gab es ein paar Turbulenzen, die mir nicht behagten, da ich bei sowas nicht wie andere schlafen kann (ich kann sowieso nicht im Flugzeug schlafen), aber mal davon abgesehen, war der Flug in Ordnung. Das Unterhaltungsprogramm war sehr gut und man wurde auch gut mit Essen und Trinken versorgt. Ich kann nicht klagen.

18.50 Uhr Ortszeit landete ich in Singapur. Bevor ich an mein Gepäck kam, musste ich noch durch die Immigrationsbehörde. Dann wartete ich am Laufband auf meinen Koffer (ja, er war angekommen, ein Glück), bin noch zum Geldwechsler und habe mir dann ein Taxi gerufen. Das hat mich dann vor dem Haus meiner Gasteltern abgesetzt. Etwa 25min war ich unterwegs und gekostet hat es umgerechnet 15€. Das geht doch noch für eine multikulturelle Metropole.

Azusa und Christoph haben mich herzlich in Empfang genommen und mir Abendessen gemacht. Ich habe endlich wieder Japanisch essen dürfen. Mjam!!

So, jetzt sitz’ ich nach einer erfrischenden Dusche im Bett und hab die Klimaanlage laufen, sonst halte ich es nicht bei dieser Wärme aus. Es sind draußen gefühlte 34°C. Morgen werden mich die Kinder überfallen, aber ich freu mich drauf.