Tag-Archiv | Gastfamilie

Masjid Sultan

スルタンモスク

Heute ist mein letzter Tag in Singapur, denn heute Nacht geht mein Flug nach Hause. Mein Gastvater hat sich für heute frei genommen und während die Kinder im Kindergarten waren, sind wir alle zu dritt in ein arabisches Viertel in der Stadt gegangen. Dort gab es natürlich viele kleine Geschäfte, wo orientalische Stoffe, Schmuck, Essen und Souvenirs verkauft wurden. Im Zentrum stand eine Moschee. Die sogenannte Sultan-Moschee (Masjid Sultan). Sie gilt als eine der wichtigsten Moscheen in Singapur. Nur Azusa und ich sind hineingegangen, um sie uns von drinnen anzusehen. Wir bekamen Kleidung, um uns zu verhüllen und durften dann nur auf bestimmten Teppichen laufen, um uns das Innere anzusehen. Welche Bewandtnis das hat, weiß ich nicht. Ich habe zwar Fotos von der Moschee innen machen dürfen, aber ich lade sie hier nicht hoch, weil ich denke, dass es ein heiliger Ort ist, der bewahrt bleiben soll. Ich habe in den Sachen ganz schön geschwitzt und war echt froh, als ich sie wieder ausziehen durfte. Wir sind dann noch durch die Gegend geschlendert und haben die Auslagen bestaunt (Kaschmirschals wurden für bloß 3-5 Euro verkauft).

Jetzt ist der Koffer schon gepackt und ich muss zugeben, ich mag nicht nach Hause fliegen, da es hier sehr schön ist. Alles ist so kunterbunt und vielfältig. So viele Menschen unterschiedlicher Kulturen leben friedlich an Ort und Stelle. Ganz anders als in Deutschland.

Verschiedene Eindrücke

色々な印象

In den letzten Tagen, die leider alle viel zu schnell vergangen sind, habe ich weiterhin verschiedene Eindrücke von Singapur gewinnen können.

Am Mittwoch war ich mit HIPPOtours unterwegs, einem Anbieter für Sightseeingausflüge mit einem Doppeldeckerbus in der Stadt. Das Ticket kostete mich nur 12 Euro und erlaubte mir für zwei Tage zwei Busrouten abfahren zu dürfen, einmal die City Tour und einmal die Heritage Tour. Das war beides sehr interessant, aber ich war nur an einem Tag unterwegs, weil sich das Wetter in Singapur immer so schnell ändert. An dem Tag, als ich unterwegs war, war es warm und windig.

Am Samstag war ich wie im letzten Jahr im Singapurer Zoo. Diesmal kamen aber auch Azusa und die Kinder mit. Leider musste Christoph arbeiten. Es hat uns trotzdem viel Spaß gemacht, da die Sonne geschienen hat und nicht ein unerwarteter Regenguss über uns hereinbrach.

Heute war ich dann nochmal ein bisschen shoppen (leider schwindet mein Geld immer mehr), da es hier so viele wunderbare Geschäfte wie Forever 21 oder Uniqlo gibt, die nicht teuer aber gut sind. Am Nachmittag war ich dann mit meiner Gastfamilie im Botanischen Garten, da es dort eine kleine Veranstaltung von Amelies Kindergarten bezüglich Ostern gab. Ja, Ostern wird auch in Singapur gefeiert und selbst Karfreitag ist ein Feiertag. Die Kinder sind dann Plastikeier suchen gegangen, weil die Schokoeier geschmolzen wären, und haben sich am Eierlauf beteiligt. Es war so warm, dass ich froh war, dass wir nach zwei Stunden wieder gegangen sind.

Bintan Island

ビンタン島

Ich bin seit gestern wieder aus dem dreitägigen Urlaub mit meiner Gastfamilie zurück. Wir waren auf Bintan, einer indonesischen Insel, die sich 40km südlich von Singapur befindet. Christoph hatte für uns zwei Zimmer im Bintan Lagoon Resort gebucht. Am Mittwochmittag sind wir mit der Fähre dorthin gefahren. Die Überfahrt dauerte nur 50min, war aber aufgrund des hohen Seegangs nichts für schwache Mägen. Selbst mir war etwas mulmig. Im Fährenterminal Tanah Merah im Osten Singapurs ging es zu wie auf dem Flughafen. Wir mussten durch eine Sicherheitskontrolle und unser Gepäck überprüfen lassen. Außerdem gab es ein paar Formalitäten auszufüllen, da wir die Landesgrenze überschritten. In Bintan angekommen, reihten wir uns in die lange Schlange, die sich ein Visa-on-Arrival kaufen musste. Es gewährt einen 30-tägigen Aufenthalt im Land und kann nicht verlängert werden. Es kostete 25 US$ (~18,50€). Früher hat es mal 10 US$ für einen 7-Tage-Aufenthalt gekostet, aber die Bestimmungen haben sich geändert. Ich bekam einen Visaaufkleber in meinen Pass und dann ging es zur Gepäckstelle. Als wir alles beisammen hatten, verließen wir das Gebäude und wurden von einem Reisebus zu unserem Hotel gefahren. Das Bintan Lagoon Resort ist eins von mehreren seiner Art im Norden der Insel. Indonesien hat diesen Teil an Singapur verpachtet, damit es ein Resort daraus machen konnte. Ich fand es überwältigend groß. Es wird durchzogen von Golfplätzen und Abenteuerspielplätzen, Seen und großen Mangrovenwäldern. Ich habe sogar ein paar freilebende Affen gesehen.

Im Hotel angekommen, holten wir unsere Schlüssel und bezogen unsere Zimmer. Ich teilte mir mit Amelie eins und wir hatten genügend Platz für uns beide. Zwar hatten wir keinen Blick aufs Meer (das hätte mehr gekostet), aber wir waren sowieso meistens draußen als im Zimmer. Das Hotel war in einen West- und Ostflügel unterteilt und in der Mitte befanden sich die Lobby und die Restaurants. Zum Strand waren es etwa 5min und da wir leider sehr hohen Seegang hatten und rote Fahnen Badeverbot geboten, waren wir oft in unserem riesigen Pool.

Wenn die Kinder abends dann im Bett waren, bin ich mit Christoph Billiard oder Tischtennis spielen gegangen. Wir waren auch einmal beim Bogenschießen und nach 7 Jahren hatte ich zum Glück nichts verlernt.

Der Donnerstag war leider sehr verregnet, darum haben wir nicht so viel machen können, als im Freizeitcenter um die Ecke Tischtennis zu spielen oder die Kinder im Kids Club abzugeben. Am Abend kam jedoch die Sonne mal heraus.

Der Freitag sah nicht anders aus. Es tropfte oft genug, dass man selten draußen war. Ich glaube, das lag am Monsun. Es war immer noch sehr windig.

Alles im allem hat es mir aber sehr gefallen und ich habe mich sehr gefreut, dass mich meine Gastfamilie mitgenommen hat! Die Bilder sprechen alle für sich.

Wieder in Singapur

またシンガポール

Ja, ich bin wieder in Singapur. Meine Gastfamilie hatte ja eine Weile schon gefragt, ob ich wiederkommen werde. Nun war es soweit.

Ich bin am 10. März am Abend mit einem Zubringerflieger von Air France zum Flughafen Paris Charles de Gaulles gebracht worden. Zuvor hatte ich im Internet einige Informationen über diesen Flughafen eingeholt und bin dabei über Kundenwertungen gestolpert, die sich bezüglich Air France und Charles de Gaulles sehr unterschiedlich auslassen. Die positiven und negativen Meinungen geben sich doch die Waage. Obwohl ich Sorge hatte, dass ich vielleicht zu spät ankommen oder mich auf dem Flughafen mit seinen vielen Terminals nicht zurechtfinden würde, lief doch alles glatt. Ich hatte noch 75min Zeit bis zu meinem Anschlussflug nach Singapur. Theoretisch wäre eine Verbindung über Dubai oder Istanbul die direktere gewesen, aber die Preise sprachen auch für sich.

Mitternacht war ich mit einer weiteren Air France Maschine in der Luft nach Singapur. Die Flugbegleiter sprachen Französisch und Englisch, wobei dieses gewöhnungsbedürftig war. Es schult das Ohr, um sie genau zu verstehen. ;)

Auf dem 12-Stunden-Flug gab es ein paar Turbulenzen, die mir nicht behagten, da ich bei sowas nicht wie andere schlafen kann (ich kann sowieso nicht im Flugzeug schlafen), aber mal davon abgesehen, war der Flug in Ordnung. Das Unterhaltungsprogramm war sehr gut und man wurde auch gut mit Essen und Trinken versorgt. Ich kann nicht klagen.

18.50 Uhr Ortszeit landete ich in Singapur. Bevor ich an mein Gepäck kam, musste ich noch durch die Immigrationsbehörde. Dann wartete ich am Laufband auf meinen Koffer (ja, er war angekommen, ein Glück), bin noch zum Geldwechsler und habe mir dann ein Taxi gerufen. Das hat mich dann vor dem Haus meiner Gasteltern abgesetzt. Etwa 25min war ich unterwegs und gekostet hat es umgerechnet 15€. Das geht doch noch für eine multikulturelle Metropole.

Azusa und Christoph haben mich herzlich in Empfang genommen und mir Abendessen gemacht. Ich habe endlich wieder Japanisch essen dürfen. Mjam!!

So, jetzt sitz’ ich nach einer erfrischenden Dusche im Bett und hab die Klimaanlage laufen, sonst halte ich es nicht bei dieser Wärme aus. Es sind draußen gefühlte 34°C. Morgen werden mich die Kinder überfallen, aber ich freu mich drauf.

Neuigkeiten

ニュース

Hi Leute,

es gibt mal wieder ein paar Neuigkeiten: Ich fliege am 10. März nach Singapur! Ich wurde von Azusa und Christoph schon seit Monaten gefragt, ob ich Lust habe zu kommen und ob es denn ginge. Natürlich möchte ich kommen, aber ich wusste nicht wann. Nun, warum also nicht in den Semesterferien? Ich werde drei Wochen bei ihnen bleiben und mir den Sommer also schon etwas eher abholen als ihr in Deutschland.

Amelie und Felix werden sicher schon viel größer geworden sein, und wie mir Azusa erzählt hat, kann der Kleine endlich sprechen und plappert fleißig auf Deutsch und Japanisch. Ach, ich bin auf seine Stimme gespannt! ;)

Ich hoffe, ich kann mir diesmal noch mehr als vorher ansehen. Vielleicht gehe ich nochmal in den Zoo, denn der hatte mir das letzte Mal gut gefallen. Außerdem sollen noch mehr tolle japanische Geschäfte in Singapur eröffnet haben und die muss ich mir doch alle mal ansehen. Ich möchte unbedingt wieder zu UNIQLO rein. Da habe ich mir in Japan eine gute Winterjacke und –mütze sowie Unterwäsche und T-Shirts gekauft. Die Qualität der Kleidung ist wirklich gut und sie ist nicht teuer.

Tja, ich muss sagen, ich zähle schon die Tage, bis es losgeht. *gg*

Rückflug

復航

Meine Zeit in Singapur neigt sich dem Ende entgegen. 24 Wochen habe ich bei meiner Gastfamilie gewohnt. 24 wundervolle Wochen mit vielen Erlebnissen, und ich werde es nie vergessen, dass sie es mir ermöglicht hat Japan und Singapur kennenzulernen. Meine Arbeit bei ihnen und auch das Familienleben waren immer sehr gut, im Durchschnitt habe ich 34 Stunden die Woche gearbeitet, was durchaus okay ist.

Am Montagabend, den 16.3., geht mein Flieger nach Japan, wo ich noch ein paar Wochen bleiben werde, bevor ich mit dem Heimflieger nach Deutschland zurückkomme. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen, finde ich. Irgendwie geHübscher Vogel im Jurong Parkht immer alles, was schön ist, zu schnell zu Ende.

Über das Wochenende versuche ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie den Singapurer Zoo mitzunehmen. Heute war ich im Japanischen und Chinesischen Garten, und letzten Sonntag im Jurong Vogelpark, der wirklich sehr schön ist.

Nach sechs Wochen habe ich mich auch wirklich an die Hitze gewöhnt. Man merkt dann schnell, wenn es kalt wird, und unter kalt versteht man hier 23°C. Tagsüber sind es ja im Durchschnitt 30°C, wenn es mal nicht regnet. Die Monsunzeit geht jetzt zu Ende und ich habe gehört, danach wird es noch heißer. Da ist es doch gut, dass ich zurück in die kühleren Länder reise. Solche Hitze mit 34°C ist für mich auf Dauer zu viel. Ständiges Schwitzen geht mir irgendwann auf die Nerven. Mal sehen, wie kalt es in Japan ist. Auf jeden Fall steht Kofferpacken demnächst wieder an.