日本の天気
Heute widme ich mich mal dem Wetter in Japan. Seit ich im September hergekommen bin, habe ich eine kleine Wetterstatistik betrieben. Das war jetzt nichts Großes. Ich habe nur die Tageshöchsttemperaturen und die Wetterverhältnisse ab dem 25. September aufgeschrieben.
Allgemein wird das japanische Wetter im Tokyoter Raum als subtropisches Ostseitenklima bezeichnet und der warmgemäßigten Klimazone zugeordnet. Das bedeutet, dass es ganzjährig milde Temperaturen gibt. Im Sommer heiß und feucht (30°C am Tag, 20°C in der Nacht) und im Winter trocken und sonnig (10°C am Tag, 0°C in der Nacht). Manchmal fällt sogar Schnee. Von Juni bis Juli gibt es die Regenzeit (梅雨 tsuyu), die durch die feuchten Passatwinde aus dem Westpazifik hervorgerufen wird. Mitte Juli bis Ende August ist es heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im September und Oktober drohen Taifune, die aber nicht länger als einen Tag dauern. Sie bringen starke Windböen und Regenfälle. Die Durchschnittstemperatur für Tokyo beträgt im Jahr 15,6°C, der wärmste Monat ist August mit durchschnittlich 27°C und der kälteste ist Januar mit 5°C. Am häufigsten regnet es im Juli, am wenigsten im Januar.
Natürlich kann ich mich nur auf knapp vier Monate beziehen, die ich hier war. Das bringt selbstverständlich kein abschließendes Ergebnis.
Als ich im September herkam, durfte ich noch die letzten Ausläufer der Hitze erleben. Tagestemperaturen von 26°C. Ab Anfang Oktober ging es aber auf dem Thermometer merklich runter auf etwa 20°C. Taifune habe ich keine erlebt, nur das schon erwähnte Erdbeben, was aber nichts mit dem Wetter zu tun hat. ^^
Der ganze Oktober war bis auf fünf Tage sonnig und brachte es am Ende auf eine Durchschnittstemperatur von 21,9°C. Im November wurde es merklich kühler und die Blätter haben sich langsam gelb und rot gefärbt. Im Durchschnitt waren es 15,5°C und es war auch sehr sonnig und kaum regnerisch. Ab Dezember habe ich dann gemerkt, wie es immer trockener wurde. Die Luftfeuchtigkeit sank auf 40%, verglichen im September bei noch 65%. Ich kann behaupten, dass es gerade mal an drei Tagen geregnet hat. Die Blumen sind im Garten langsam eingegangen. Unsere Einkaufsstraße war goldg
elb durch die Ginkgobäume. Wenn in Deutschland schon der Winter Einzug hält, fängt in Ostjapan erst der Herbst an.
Der Dezember schaffte es auf eine Durchschnittstemperatur von 12,3°C. Jetzt im Januar ist es immer noch sehr trocken. 30% Luftfeuchtigkeit merkt man dann, wenn die Haut auf den Händen anfängt rissig zu werden und man nachts nicht schlafen kann, weil einen der Reizhusten ärgert. Dafür haben wir im Haus Luftbefeuchter. Im Wohnzimmer läuft er fast den ganzen Tag. In der Nacht habe ich feuchte Handtücher in meinem Zimmer hängen. Die sind aber meistens nach vier Stunden schon wieder trocken. Ein Eimer Wasser soll da Abhilfe schaffen. ^^
Für Januar kann ich fast nur das Gleiche vom Dezember erzählen. Es ist trocken, und sehr sonnig. Drei Wochen schien die Sonne ununterbrochen, dann gab es zwei Regentage und seitdem ist es wieder trocken. Überhaupt nicht zu vergleichen mit dem depressiv machenden, wolkenverhangenem Winter in Deutschland. Hier wird man nicht depressiv! Im Moment liegt die Durchschnittstemperatur bei 8,8°C, und wenn ich daran denke, dass in Deutschland schon Minusgrade unter fünfzehn waren, bekomme ich eine Gänsehaut.
Einen lieben Gruß an die Frostbeulen
P.S. Für eine Weile wird das jetzt mein letzter Eintrag sein, bis der nächste im Februar folgt. Am 26.1. ziehen wir nämlich aus unserem Haus aus, bei Azusas Eltern für eine Woche ein, und dann fliegen wir am 2.2. nach Singapur. Wann und wo ich dann wieder Internet habe, kann ich jetzt noch nicht sagen.