こどもの国と成田
Wie immer habe ich das Wochenende frei gehabt, aber diesmal war kein sonniges Wetter und ich konnte mich auch nicht mit meiner Bekannten treffen, weil sie arbeiten musste. So habe ich meine Gastfamilie am Freitag gefragt, ob sie am Samstag was vorhaben und sie haben mir gesagt, sie fahren ins Kodomo no kuni, ins sogenannte „Kinderland“, das nur 15min mit dem Auto entfernt ist.
Das Wetter hielt sich an diesem Tag sehr gut, es war nur bewölkt bei 22°C. Die Tage zuvor hatte es durchweg geregnet und darum war der Park auch nicht so voll. Das Kinderland richtet sich an Kinder zwischen 2-12 Jahre. Der Park erstreckt sich über ein altes Bunkergelände aus Kriegszeiten und bietet viel Natur, Streichelgehege, Ställe, Freizeitattraktionen und Wasserspiele. Ich habe mich an diesem Tag mit Rudern versucht. Mit Amelie und Azusa saß ich in einem Ruderboot und habe sie über den kleinen See gefahren, den es dort gibt. Ich muss zugeben, ich habe bis zu diesem Tag noch nie ein Boot gerudert. Azusa war trotzdem begeistert von meinen ersten Steuerschwierigkeiten, aber hey, ich hab’s gemeistert! Am nächsten Tag hatte ich zwar Muskelkater, aber Spaß hat es dennoch gemacht. Am Ende hatte ich nämlich den Dreh raus, wie man steuert. 
Alles in allem war der Tag sehr schön und am Abend war ich ziemlich fertig. Aber wenigstens bin ich rausgekommen und wurde wunderbarerweise von meiner Gastfamilie überallhin im Park eingeladen, da man einmal Eintritt für den Park zahlen und dann weiterhin für die Fahrgeschäfte Geld hinlegen muss.
Noch etwas Geschichtliches: Kodomo no kuni wurde zur Erinnerung an die Königliche Hochzeit von Kaiser Akihito und seiner Frau Michiko 1959 gegründet. Es wurde am 5. Mai 1965 – dem Kindertag – eröffnet. Kodomo no kuni ist eine Art Naturpark, dessen Absicht darin besteht, einen Beitrag zu den geistigen Kräften und dem Körper der Kinder zu leisten. Die Landfläche erstreckt sich auf 976.000 m².
Am Sonntag war das Wetter nicht viel besser, und am Abend zuvor hatte ich überlegt, wohin ich denn fahren könnte, was nicht zu weit weg aber schön ist. Ich habe mich dann für Narita entschieden und die 2½h Zugfahrt dorthin in Kauf genommen.
Narita befindet sich östlich von Tokyo und in unmittelbarer Nähe zum Internationalen Flughafen Tokyo-Narita.
Sehenswert hier ist der 17 Hektar große Naritasan-Park, der den Naritasan Shinshō-ji (erbaut 940 n.Chr.), den Imba-See, den Makata-jinja und das Museum für Kalligraphie beherbergt. Bevor man zum Tempel gelangt, kann man schön durch die Omotesandō – eine Einkaufsstraße – laufen, und sich die Köstlichkeiten und Kaufhäuser der Stadt ansehen. Bevor man dann zum Tempel hinaufsteigt, durchgeht man zwei große Tore, und überquert eine Brücke über einen Teich, in dem Schildkröten und Kois schwimmen. Als ich die Treppen zum Tempel überwunden hatte und auf den großen Vorplatz kam, wurde ich gleich Zeuge einer buddhistischen Zeremonie, denn mehrere Männer liefen in traditioneller Kleidung begleitet von Glockenschlägen zum Tempel hinauf. Sowas muss man mal gesehen haben. Außerdem waren viele Kinder in Kimono und Hakama gekleidet, weil jetzt die Zeit des Shichi-Go-San kommt – das 7-5-3-Fest – wo die 5-jährigen Jungen und 3- und 7-jährigen Mädchen im Schrein für Glück und Gesundheit danken.
Der Naritasan-Park ist ein fast verwunschener Ort. Viele kleine Wege führen auf und ab, an Pavillons und Teichen, und uralten Bäumen und Grabmalen vorbei. Hier bin ich wohl fast zwei Stunden gewesen und habe viele Fotos gemacht.
Auch an diesem Abend war ich vom vielen Laufen ganz schön erschöpft, aber ich kann Narita nur empfehlen, wenn man viel unberührte Natur und Tempel sehen oder allein sein möchte. Auf der Zugstrecke nach Narita kommt man nämlich endlich mal aus dem Großstadtdschungel heraus und sieht Felder und Wälder.

in wirklich wunderschöner und auch unter Japan-Fans bekannter Schrein. Das Wetter hat nicht so mitgespielt, aber dennoch fanden zwei traditionelle Hochzeiten statt. Hier mal ein Bild von einer Braut. Das weiße Gewand, das sie trägt, wiegt 20kg.
Hier mal ein Foto, das ich durch die Wohnzimmerscheibe gemacht habe, die übrigens von Boden bis Decke ging und mindestens 3m hoch und 6m breit war. Panzerglas natürlich, damit niemand hindurchbrechen kann.
ja so schwer und viel war. Bei ihnen zu Hause wartete dann schon Christoph. Felix hatte geschlafen. Wir haben Mittag gegessen und danach bin ich mit Amelie und Christoph raus in die Stadt gegangen und sie haben mir gezeigt, was ich wo finde. Am Abend, als die Kinder schon im Bett lagen, haben wir ganz nett miteinander gesprochen und ich habe so ihren Tagesrhythmus erklärt bekommen und wann ich Azusa hauptsächlich Felix abnehmen soll. Ich fühle mich fürs Erste richtig wohl hier, weil das auch die erste Familie war, die mal mit mir geredet hat anstatt mir ein A4-Blatt zu geben, worauf ihre Hausregeln und meine Aufgaben stehen. Das ist doch gleich viel menschlicher. Hier ist der Blick aus meinem Südfenster. Mein Zimmer ist viel besser als erwartet. Hier kann man atmen! Es sind mind. 9m² und das ist für Japan schon groß. Und ich habe einen supergroßen Schreibtisch, auf dem ich mich ausbreiten und computern kann. ^^