Leeds Castle

Anfang Juli machte ich einen Tagesausflug mit meiner Freundin Miriam nach Leeds Castle. Die Hinreise allein gestaltete sich leicht abenteuerlich, da unser Zug, der nach Maidstone fahren sollte, aus irgendwelchen Gründen umgeleitet wurde und dann an keinem Bahnhof mehr hielt, bis wir irgendwo in der Pampa ankamen und umsteigen konnten. Eine Stunde später als geplant kamen wir dann in dem winzigen Ort Bearsted an, wo es einen Shuttle Service gibt, der direkt zum Schloss fährt. Zum Verständnis: man verwechsle hier nicht die Großstadt Leeds mit dem Dorf Leeds, wonach das Schloss benannt ist. Es liegt sehr malerisch in der Landschaft; wenn der Wind jedoch schlecht steht, hört man die nahe liegende Autobahn.

Die Geschichte von Leeds Castle beginnt im Jahr 857 als normannische Festung, die dann ab dem 13. Jh. als Wohnsitz von sechs mittelalterlichen Königinnen, sowie als Palast Heinrichs VIII. und als Zufluchtsort für die Reichen und Mächtigen diente. Während seines über tausendjährigen Bestehen wurde das Schloss mehrfach belagert und umkämpft, hat mächtige Staatsmänner beherbergt und zahlreiche Künstler inspiriert. Heute ist es jährlich das Ziel vieler Menschen, die Erholung in seinen Gärten suchen. Außerdem gibt es auf dem Gelände verschiedene Vogelhäuser, einen Golfplatz, ein Gartenlabyrinth und das einzige Hundehalsbandmuseum der Welt. Das Schloss ist zudem Veranstaltungsort für Freiluftkonzerte mit namhaften Künstlern und ein jährliches Heißluftballonspektakel.

 

 

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3 Kommentare zu “Leeds Castle

  1. Oho,
    die Reise mit dem Zug war ja wirklich abenteuerlich! Schlimmer als mit der deutschen Bahn. Hat man Euch denn wenigstens durchgesagt, wann und wo der Zug halten würde? Oder ließ man Euch im Unklaren?

    Hundehalsbandmuseum? Wart Ihr drin gewesen? Es gibt ja wirklich kuriose Ideen, auf die manche Leute kommen. 😉

    • Erst haben sie gesagt, dass der Zug zwar nicht am gewünschten aber am nächsten Bahnhof halten würde, was er nicht tat und sogar den Schaffner verwirrte, der sich daraufhin sehr entschuldigte und den Lokführer anfunkte, wo er denn mit uns hinwolle. Es war irgendwie witzig, aber nicht schön, weil die Fahrt am Ende eine Stunde klaute. Schließlich wurde uns gesagt, wie der nächste Bahnhof hieße und dass es dort einen Anschlusszug gäbe. Demzufolge sind alle in einer verwirrten großen Traube auf dem nächsten Bahnhof rumgelaufen, bis der gewünschte Zug kam. Allein hätte ich das wohl mit argen Stresszuständen überlebt, aber zum Glück war Miriam bei mir. 😉 Und nein, wir waren nicht im Hundehalsbandmuseum. Irgendwie zu seltsam für meinen Geschmack.

  2. So wie Du es beschreibst, klingt es wirklich witzig, weil ja nicht mal der Schaffner wusste, wohin der Lokführer wollte. *lol* Wäre das der Deutschen Bahn passiert, hätten sich alle aufgeregt.
    Das mit der geklauten Stunde ist natürlich ärgerlich, aber Kuriositäten lassen sich manchmal nicht vermeiden. *schmunzel*

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