Aoba-ku

青葉区

Wie schon unter „Meine Gastfamilie“ vermerkt, wohnte ich in Aoba-ku, Yokohama. „Ku“ (区) bedeutet Gebiet, Bezirk oder Stadtteil, und Aoba (青葉)– was „grünes Blatt“ heißt – ist eines von 18 Bezirken, in die Yokohama aufgeteilt ist. Die Gegend zählt angeblich zu den reichsten der Stadt, und viele junge Familien mit 2-3 Kindern wohnen hier. Außerdem trifft man hier auch viele Europäer an. Das Gebiet von Aoba ist 35,06 km² groß und somit das zweitgrößte der Bezirke. Laut dem Stand von 2005 leben hier ungefähr 291.000 Menschen. Das für mich Überwältigende daran war, dass dieser Bezirk viermal kleiner ist als meine Heimatstadt, aber wesentlich mehr Einwohner hat.

Gegründet wurde Aoba im Jahre 1994. Sein Ursprung beruht auf drei Dörfern, die 1939 nach Yokohama eingemeindet wurden. Ihr Gebiet wurde mehrmals aufgeteilt, umbenannt und dann 1994 in vier verschiedene Bezirke gegliedert. An Aoba grenzt im Norden die 1,2 Mio.-Stadt Kawasaki (川崎市), im Osten Tsuzuki-ku (都筑区, hier befindet sich die Deutsche Schule Tokyo-Yokohama), im Süden Midori-ku (緑区) und im Westen die Stadt Machida (町田市). Vor 1965 hatte die Region kaum Zugverbindungen, doch als 1966 die Tokyo Den-en-toshi Linie (田園都市線), die Yokohama auch mit Tokyo verbindet, eröffnet wurde, führte dies sehr schnell zu einer suburbanen Entwicklung. Die meisten Einkaufsstraßen ziehen sich um die Bahnhöfe Aobadai (青葉台駅) und Tama-Plaza (たまプラーザ駅). Aoba-ku
Aobas Symbol wurde 1996 offiziell verkündet. Die Bäume und die verschiedenen Formen in dem grünen Oval lesen sich „AOBA“. Der Hügel symbolisiert die geographische Lage des Stadtteils. Dieses Emblem soll angeblich die Wärme verkörpern, die die Natur den Menschen gibt.
Aoba vermisst die meisten Parks in Yokohama, und seine Bewohner haben eine hohe Lebenserwartung.
In unmittelbarer Nähe von meinem Wohnviertel Shiratori (しらとり台) – „weißer Vogel“ – befinden sich gleich zwei Schreine und ein Tempel. Am besten erreicht man sie mit dem Fahrrad, aber da Aoba recht hügelig ist, zog ich oft Laufen vor.

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