The Wolseley

Anfang Juli 2015 wurde ich von Alicia, dem australischen Aupair der Freunde meiner Arbeitgeber, zu einem Besuch im Wolseley eingeladen. Dies ist ein Restaurant nahe Piccadilly Circus, dessen Gebäude 1921 erbaut wurde und zuerst als Showroom für Wolseley Motos und dann als Bank genutzt wurde. Seit November 2003 ist es ein Café gehobenen Standards, das zahlreiche Preise bekommen hat.

Alicia hatte zu ihrem Geburtstag einen Gutschein für zwei Personen für einen Afternoon Tea bekommen. Ich fand es sehr schön, dass sie mich fragte, mit ihr dahinzugehen. Mir gefiel die Atmosphäre im Restaurant sehr gut, erinnerte es mich doch irgendwie an ein Wiener Café (oder so wie ich es mir vorstellen würde, da ich noch nie in so einem war). Zum typisch englischen Afternoon Tea gab es Sandwiches, kleine Kuchen wie Scones mit Sahne und natürlich schwarzen Tee. Es hat mir sehr gut geschmeckt.

Advertisements

Rückflug

復航

Meine Zeit in Singapur neigt sich dem Ende entgegen. 24 Wochen habe ich bei meiner Gastfamilie gewohnt. 24 wundervolle Wochen mit vielen Erlebnissen, und ich werde es nie vergessen, dass sie es mir ermöglicht hat Japan und Singapur kennenzulernen. Meine Arbeit bei ihnen und auch das Familienleben waren immer sehr gut, im Durchschnitt habe ich 34 Stunden die Woche gearbeitet, was durchaus okay ist.

Am Montagabend, den 16.3., geht mein Flieger nach Japan, wo ich noch ein paar Wochen bleiben werde, bevor ich mit dem Heimflieger nach Deutschland zurückkomme. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen, finde ich. Irgendwie geHübscher Vogel im Jurong Parkht immer alles, was schön ist, zu schnell zu Ende.

Über das Wochenende versuche ich noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie den Singapurer Zoo mitzunehmen. Heute war ich im Japanischen und Chinesischen Garten, und letzten Sonntag im Jurong Vogelpark, der wirklich sehr schön ist.

Nach sechs Wochen habe ich mich auch wirklich an die Hitze gewöhnt. Man merkt dann schnell, wenn es kalt wird, und unter kalt versteht man hier 23°C. Tagsüber sind es ja im Durchschnitt 30°C, wenn es mal nicht regnet. Die Monsunzeit geht jetzt zu Ende und ich habe gehört, danach wird es noch heißer. Da ist es doch gut, dass ich zurück in die kühleren Länder reise. Solche Hitze mit 34°C ist für mich auf Dauer zu viel. Ständiges Schwitzen geht mir irgendwann auf die Nerven. Mal sehen, wie kalt es in Japan ist. Auf jeden Fall steht Kofferpacken demnächst wieder an.

Neue Wohnung

新しいの家

Seit Montag wohne ich mit meiner Gastfamilie in einem Condominium. So nennt man hier die WohnhäGrundrissuser, die einen Pool, einen Putzservice, Sportmöglichkeiten usw. für die Hausbewohner anbieten. Sehr nett. Wir wohnen zentrumsnah, im 9. Stock eines Zwanziggeschossers. Mein Gastvater läuft bloß 8 min bis zur Arbeit. Der Bus fährt gleich vor dem Haus ab und zur U-Bahn läuft man 10 min. Von außen sieht das Hochhaus eher unbedeutend aus. Nicht sehr einladend, aber innen haben wir viel Platz. Insgesamt wohnen wir auf etwa 140m². Es gibt eine Küche, ein sehr großes Wohnzimmer, drei Schlafzimmer und zwei Bäder. Außerdem – und das scheinen hier alle Condos zu haben – gibt es einen sehr kleinen Raum für das Hausmädchen (wenn man eins braucht) und ich finde, der ist viel zu klein für ein menschliches Individuum. Meine Gastfamilie nutzt den Raum als Lagerraum.

Noch immer stehen Kisten herum – in denen hauptsächlich Bücher drin sind, für die wir ein Bücherregal kaufen wollen – aber wir haben schon das Wohnzimmer, das Kinderzimmer und mein Zimmer fertig.

Vor dem Haus gibt es eine sogenannte Shopping Mall, in der man Restaurants, Cafés, einen Supermarkt, Friseure und Freizeitangebote für die Kinder findet. Der Taxistand ist auch gleich vor der Tür, sodass man jederzeit bequem und Mein Zimmer schnell überall hingefahren werden kann. Ich bevorzuge aber jetzt das Busfahren. Vor unserer Haustür fährt zum Beispiel auch ein Bus ab, mit dem man nach 35 min Fahrt vor IKEA aussteigen kann. So habe ich schon einiges für meine Gastfamilie kaufen können, und bei der Fahrt sieht man auch eine Menge schöner Gegenden von Singapur. Hier ist alles so wunderbar grün. Wohin man geht, sieht man große, ausladende Bäume von über 20m Höhe. Besonders die Schnellstraßen der Stadt werden von diesen Urwaldbäumen überragt. Nun, vielleicht übertreibe ich, aber es sieht sehr schön aus. Nicht so wie in Tokyo, wo es nur in den Parks Bäume gibt.

Unser Service-Apartment

僕らのアパート

Hallo! Ich bin wieder da.

Seit Montag, den 2.2., bin ich endlich in Singapur. Die Reise mit den Kindern war recht anstrengend, wenn man lange Zeit Entertainer für sie sein muss, aber man bei sechseinhalb Stunden im Flieger sehr gern mal ein kleines Nickerchen machen möchte, um wieder Kraft zu tanken. Ich bin mit dem größten Flieger der Welt, dem A380-800, nach Singapur geflogen und es war einmalig toll. Man merkt gar nicht, dass man in der Luft ist. Er fliegt so leise, und gewackelt hat es kein bisschen. Mit dem Taxi sind wir dann nach Clarke Quay [sprich: klark kie] gefahren, wo sich unser Service-Apartment befindet. Das ist so ungefähr in der Stadtmitte. Das Gebäude, in dem wir wohnen, heißt Somerset Liang Court. Da Christoph schon seit Anfang Januar in Singapur arbeitet und im Januar ein anderes Apartment bewohnt hatte, das für uns alle zu klein gewesen wäre, sind wir in dieses neue gezogen. Es wird für vier Wochen von seiner Arbeitsstelle bezahlt und danach ziehen wir in eine eigene Wohnung ein. Es wird also jetzt auch viel um Wohnungssuche gehen und um einen Kindergartenplatz für Amelie.

In unserem Service-Apartment gibt es jeden Tag einen Reinigungsdienst (maid service), der unsere vier Wände sauber macht. In der Bildergalerie könnt ihr euch durch das Apartment und ein paar Umgebungsbilder klicken. Bitte wundert euch nicht, wenn die Bilder dunkel erscheinen. Ich vergesse gern den Blitz in der Kamera und hier ist es auch oft bewölkt.


Wir wohnen jetzt im 20. Stockwerk und von unseren beiden Balkonen blicken wir nach Nordosten. Die Aussicht ist wunderbar. Es ist auch prima so weit oben zu wohnen, weil hier immer ein Lüftchen weht. Das ist bei 30°C Tagestemperatur auch sehr angenehm. Frühstück dürfen wir in der Resident Lounge jeden Tag einnehmen, das international ist und sehr gut schmeckt.

Um die Ecke befindet sich die bedeutendste Gegend fürs das Singapurer Nachtleben. Der Clarke Quay. Hier gibt es viele Bars und Restaurants, Diskos und Einkaufsgeschäfte. Nur sieben Minuten von Somerset Liang Court gelangt man hinunter in die Singapurer U-Bahn, auch MRT genannt. Um mobil zu sein, habe ich mir gleich die EZ-link gekauft. Eine Chipkarte, die man mit Geld auflädt und dann genauso wie in der Tokyoter oder Londoner U-Bahn für die Eingangsschranken benutzt.

Vor unserem Apartment erstreckt sich ein sehr großer Park, der Fort Canning Park, und den ganzen Tag sowie auch nachts hört man tropische Vögel aus ihm singen. Das hört sich für mich an, als wäre ich in einem Zoo. Die Baumblätter sind hier auch teilweise so groß wie ein Kinderarm. Das war schon interessant zu sehen.

Singapur

シンガポール

Sicher wundert ihr euch gerade, was diese seltsame Überschrift bedeuten soll. Singapur? Wie komme ich denn darauf? Nun, das ist ganz einfach. Ich werde nämlich in genau 16 Tagen mit meiner Gastfamilie nach Singapur auswandern.
Wie das kommt? Also, da muss ich ein wenig ausschweifen.
Bevor ich nach Japan gekommen bin, stand ich in sehr regem E-Mail-Kontakt mit meinen Gasteltern Azusa und Christoph (ist ja logisch, ich wollte ja alles über sie wissen und umgekehrt). Dabei verdeutlichten sie mir ausdrücklich, dass Christoph seinen Job im Februar verlieren wird, weil Stellen gekürzt werden. Ich dachte mir dabei nur, dass sie mich trotz Jobproblemen hoffentlich haben wollen und ich im Notfall dann auch ein Gasthaus aufsuchen würde, wenn sie mich nicht mehr bezahlen könnten.

Am Abend des 25. Novembers trat dann etwas sehr Unerwartetes ein. Mein Gastvater rief mich zu einer kleinen Besprechung ins Wohnzimmer und eröffnete mir dann, dass er keinen Job in Japan gefunden hat. Er hatte dafür zwei Jobangebote aus London und Singapur erhalten. Natürlich war meine Überraschung groß und ich hatte Sorge, dass ich nun ausziehen muss. Jedoch kam dann die Frage, ob ich denn nicht Lust hätte mit ihnen nach Singapur zu kommen. Ich war erstmal wie vor den Kopf gestoßen. Dann dämmerte es mir, dass sie wohl sehr zufrieden mit mir sein müssen, dass sie mich mit nach Singapur nehmen möchten. Ich habe glatt Ja gesagt.
Das Jobangebot aus London hat Christoph ausgeschlagen, weil er schon einmal für zwei Jahre in London gelebt und gearbeitet hat und es ihm nicht gefallen hat. Meine Gasteltern sind nämlich schon ganz schön oft umgezogen. Nun haben sie aber die Kinder und sie sind froh, dass ich zugesagt habe, sodass es für die Kleinen nicht so schwer wird von Japan Abschied zu nehmen, weil drei Erwachsene mitkommen, die sie kennen und mögen. In meiner Gastfamilie bin ich für die Kinder nämlich schon die O-neesan (お姉さん– ältere Schwester).

Von Singapur wusste ich zugegebenermaßen gar nichts. Ich habe dann erstmal viele Informationen von diesem Stadtstaat gelesen und festgestellt, dass Japaner allgemein eine hohe Meinung von ihm haben. Er soll sehr sauber, geordnet und kontrolliert sein. Ich verweise dabei nur mal auf die Strafen, die es auf das Kaugummispucken gibt. Allerdings ist Singapur auch eine multikulturelle Stadt, sodass viele verschiedene Menschen auf engem Raum leben. Hauptsächlich Inder, Englisch Sprechende (oft aus England, USA, Australien), Malayen und Chinesen.
Mal davon abgesehen, liegt Singapur am Äquator. Es wird also eine sehr große Umstellung mit dem Wetter geben. Im Moment haben wir hier nämlich 6°C im Durchschnitt, während in Singapur tropische Hitze von 28°C und mehr herrscht. Dann haben wir uns alle natürlich über die Impfungen informiert und auch über die Dinge, die mir mitbringen dürfen. Leider ist Nahrung verboten. Darum esse ich jetzt alle meine Süßigkeiten auf. 😉
Ich schreibe erst jetzt, dass ich nach Singapur gehe, weil mir vorher noch so einige Behördengänge bevorstanden, das Flugticket nicht gekauft war, überhaupt alles in der Schwebe hing und ich niemanden hibbelig machen wollte, wenn noch nicht alles 100% in Butter ist.

So, aber nun ist alles fast fertig.

  1. Der Umzug steht Ende Januar bevor. Es wird eine Firma kommen und alle Möbel aus dem Haus räumen, die dann auf einem Schiff in Container verladen werden.
  2. Ich musste mir in der Deutschen Botschaft in Tokyo einen neuen Reisepass ausstellen lassen, da man nach Singapur nur mit einem Pass einreisen darf, der weitere 6 Monate gültig ist. Meiner wäre im April abgelaufen und Singapur war nicht eingeplant. Aber es kommt immer alles anders als man denkt, ne? ^^
  3. Dann gab es da noch die Alien Registration Card (ARC), die ich nach 3 Monaten beantragen musste. Damit ist man dann offiziell als Ausländer in Japan vermerkt.
  4. Dann habe ich wegen Weihnachten eine Woche länger auf den Pass warten müssen, obwohl ich einen Expresszuschlag für eine Bearbeitungszeit von nur 2 Wochen bezahlt hatte. Aber eigentlich habe ich damit gerechnet. Deutschland macht eben Ferien, sobald Weihnachten in der Luft liegt. *den Kopf schüttelt* Dabei hatte ich den Pass am 03.12. bestellt.
  5. Und dann war da noch das Umschreiben meines alten Passes auf den neuen. Dazu musste ich in das Immigrationsbüro in Yokohama. Nun steht auch in meinem neuen Pass, dass ich legal mit einem Visum eingereist bin.

Und das Geniale daran ist, meine Gasteltern haben mir nicht nur 80% des neuen Reisepasses bezahlt, sondern sie bezahlen mir sogar das Rückflugticket nach Japan im März. Denn: Mein Rückflugticket nach Deutschland gilt von Tokyo-Narita und eine Umbuchung hätte mich 100 Euro gekostet. Ich bleibe dann noch 2 Wochen in Tokyo in einem Gasthaus und werde dann mit x-tausend Eindrücken wieder nach Hause fliegen.

Klingt alles sehr aufregend, ne? ^^

Izu

伊豆

Von Sonntag bis Dienstag bin ich mit meiner Gastfamilie hinunter auf die Halbinsel Izu gefahren. Izu ist genauso wie Hakone für seine Onsen bekannt und auch dieser Ausflug sollte viel mit Baden zu tun haben. Die Izu-Halbinsel befindet sich südwestlich von Tokyo zu Füßen des Fujisan und ist ein großes Erholungsgebiet wegen ihrer Onsen und den guten Tauchplätzen. Bekannt ist Izu als wichtigster Wasabi-Produzent Japans. Man kann hier sogar Eis mit Wasabi-Geschmack kaufen. Probiert habe ich es aber nicht.

Am Sonntagmorgen sind wir gegen elf Uhr mit dem Auto los Richtung Süden. Das Wetter war so klar, dass wir schon von Yokohama den Fujisan sehen konnten. Wir machten für das Mittagessen einen kleinen Stopp an einem Schnellrestaurant und dann ging es weiter. Bald tauchte auf der rechten Seite das Meer auf und verschwand auch gleich wieder, weil die Izu-Halbinsel aus vielen Hügeln besteht. Die Landschaft ist wirklich unbeschreiblich schön hier. Für Fans des Films „Shogun“: Hier wurde viel für den Film gedreht! Tja, und ich hab es gesehen. ^^

Ungefähr drei Stunden brauchten wir bis Izu (2004 aus dem Zusammenschluss der Dörfer Toi, Amagiyugashima, Nakaizu Wandschrankund Shuzenji gegründet) und bezogen dort unser Hotel im Ortsteil Toi. Wie in vielen Hotels, die Onsen haben, sind die Zimmer alle traditionell japanisch. Das bedeutet man öffnet die Tür und kommt in einen kleinen Flur, zieht hier die Schuhe aus, geht über eine Stufe und betritt den Wohnraum, der aus Tatamimatten besteht. Wir hatten auch einen Balkon und neben der Eingangstür befand sich ein Waschraum und die Toilette. Im Wohnraum befand sich im eingebauten Wandschrank alles, was wir zum Schlafen brauchten, Futon, Decken und Matratzen. Wenn man das alles rausgeräumt hatte, war soviel Platz, dass man einen Erwachsenen darin hätte verstecken können. Ich muss zugeben, ich habe darin mit Felix Verstecken gespielt.

Natürlich bin ich noch am ersten Tag vor dem Abendessen mit meiner Gastmutter ins Onsen gegangen. Das wollten wir uns nicht nehmen lassen. Sowieso besteht ein Hotelbesuch in Izu meistens nur daraus zu entspannen, zu baden, die Gegend zu entdecken, wieder zu baden und gaaaanz viel zu essen.  Oder sagen wir mal besser, Urlaub in Japan besteht oft nur aus drei Tagen Faulsein, weil die Japaner immer so wenig Urlaub nehmen und sich entspannen können.
Diesmal hatten wir kein privates Onsen wie in Hakone, sondern nur ein öffentliches, geschlechtergetrenntes Bad. Auch hier zieht man vor Betreten des Bades die Hausschuhe aus (diese bekommt man vom Hotel), dann geht man in den großen Umkleideraum (keine Einzelkabinen), wo in unserem Fall auf der rechten Seite Frisiertische mit Spiegeln standen und links ganz viele Körbe mit Nummern, worin man seine Kleidung gelegt hat. Man kann hier getrost alles unbeaufsichtigt zurücklassen. In Japan stiehlt niemand. Jeder nimmt Rücksicht auf den anderen. Japan, ich liebe dich!

Also, man zieht sich aus und geht dann ins Bad hinein. Bei uns befand sich das Badebecken mit den Waschplätzen in einer Halle. Vor dem Baden seift man sich gründlich ein und wäscht alles gut ab. Danach kommt der Härtetest, wieSonnenuntergang lange man 42-44°C warmes Wasser aushält. Ich habe es immer 10 min ausgehalten, dann eine kleine Pause gemacht und wieder rein ins Wasser. Es ist ja so entspannend und vom Becken konnten wir den Sonnenuntergang beobachten. Es war so schön. Es gab auch ein Außenbecken (ein rotenburo 露天風呂). Da wird dann der Kopf kalt und die Hände dampfen durch die Hitze des Wassers. Selbst Japaner bleiben nicht länger als 10-15 min im Wasser (zumindest Frauen). Ich hab beim zweiten Baden vielleicht ein wenig übertrieben. Ich hab dann schon Sterne gesehen. ^^ Es ist aber auch so schön und wenn man dann gleich zum superlecker hergerichteten Abendessen geht, ist man so richtig entspannt.

Das Abendessen war aber auch unglaublich! Natürlich Fisch in allen Varianten, aber auch Skampi, Hummer, Tintenfisch, Qualle usw., was vielleicht so manchen Deutschen abschreckt zu essen. Ich habe aber auch alles probiert. Qualle schmeckt nach nichts. Isst man es mit Sojasoße schmeckt es natürlich danach. Tintenfisch ist mir zu fischig gewesen. Hummer war einmalig lecker und Skampi auch.
Nach dem Abendessen nochmal baden und dann ins Bett, das während des Abendessens vom Hotelpersonal hergerichtet wurde. Alle schlafen in einem Raum.

Drei Tage habe ich das alles genossen.
Baden, baden, baden. Ich glaube, ich war sechsmal baden an diesen drei Tagen, als wir dort waren. Danach war ich rot wie ein Hummer, aber alle meine Rückenschmerzen waren weg. Außerdem ist das Wasser sehr gut für Leute mit Hautproblemen, Verspannungen und Entzündungen, da Natrium, Magnesium, Kalium, Chlorid, Brom und andere Sulfate darin enthalten sind.
Natürlich sind wir auch den Ort erkunden gegangen. In Toi befindet sich zum Beispiel die weltgrößte Blumenuhr und ein Museum über die Zeit der Goldsuche in Toi. Dort kann man eine Mine besichtigen. Wir haben sie uns angesehen.

Alles in allem war Izu wunderschön! Wahrscheinlich war das jetzt aber unser letzter Ausflug in ein Onsen. Es war immerhin sehr teuer.

Hakone

箱根

Vom Donnerstag zum Freitag bin ich mit meiner Gastfamilie nach Hakone gefahren. Dieser Ort, der bekannt für seine Onsen (öffentliche heiße Bäder) und seine Nähe zum Berg Fuji ist, befindet sich nur eine Autostunde entfernt von Yokohama. Das Wetter war wolkig und sonnig und ich habe den Fuji nur leicht verhüllt gesehen. Das war sehr aufregend! Wir haben in Hakone in einem kleinen Gasthaus gewohnt, wo wir ein traditionelles Zimmer bezogen haben, in dem wir dann auch letztendlich alle zusammen auf Futons geschlafen haben. An unser Zimmer grenzte draußen ein kleines privates, heißes Becken, aber es bestand auch die Möglichkeit in die öffentlichen Bäder zu gehen. Ich habe aber das private bevorzugt. Schwierig an der Sache war, dass es draußen lag, und man sich vor dem Baden gut waschen musste. Ich möchte dabei anmerken, dass man dabei bei 10°C Außentemperatur auf einem kleinen Holzschemel sitzen, sich einseifen und dann abspülen musste. Wenn man dann blaue Zehen bekommen hatte, konnte man sich im 42°C warmen Badewasser wieder aufwärmen. 😉

Das Abendessen und Frühstück am nächsten Tag war natürlich auch traditionell, wobei ich sagen muss, dass es wirklich gewöhnungsbedürftig ist, gleich am Morgen Fisch zu essen. Es war aber dennoch sehr lecker und reichlich und wir sind pappesatt abgereist. In der Umgebung haben wir uns dann noch den Hakone-Schrein am Ashi-See angesehen, welcher mit Schiffen befahrbar ist und eine wunderschöne Natur aufweist, die sich jetzt in allen bunten Farben zeigt.