Clacton-on-sea

Da ich zum Osterfest 2015 keinen langen Urlaub wie im letzten Jahr bekam, jedoch das Osterwochenende anstand, buchte ich mir kurzerhand einen Kurzurlaub in dem Badeort Clacton-on-sea, um einen weiteren Küstenort Englands kennenzulernen. Clacton selbst ist nicht sehr groß und hat nicht wirklich viel zu bieten, außer einen langen Strand, der im Sommer gut besucht ist, einen Pier mit Vergnügungspark, Arkaden und Möwen, die viel Krach machen. Entlang der Küste befinden sich noch alte Wehrtürme, die sogenannten Martello Towers – welche einst zur Verteidigung gegen Napoleon gebaut wurden und noch heute zu sehen sind.

Mein B&B war leider auch nicht so toll – sehr kleines Zimmer – aber ich wollte ja eh nur dort schlafen. Meistens, wenn es das Wetter mir erlaubte, war ich unterwegs. Ich machte einen Tagesausflug nach Colchester, welche die älteste urkundlich erwähnte städtische Siedlung in Großbritanniens ist. Ihre Geschichte geht bis zur römischen Eroberung im Jahre 45 n. Chr. zurück. Außer einer schönen Altstadt mit Fachwerkhäusern aus dem 16. Jh. gibt es dort auch das Colchester Castle zu sehen, das 1070-1100 erbaut wurde. Heute befindet sich darin ein Museum.

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Penzance

Da uns der letzte Urlaub in Cornwall so gut gefallen hatte, buchte ich die gleiche Unterkunft noch einmal. Wieder wurden wir herzlich empfangen und erhielten diesmal ein Zimmer, das zum Meer zeigte. Wir hatten phantastisches Wetter und machten viele Ausflüge. Hier eine kleine Zusammenfassung:

Wir reisten am 2. August an und am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Porthcurno, einer kleinen Siedlung an der Südküste West Cornwalls, wo es einen wunderschönen Strand in einer kleinen Bucht mit hoch aufragenden Felsen gibt. Goldgelber Sand und türkisfarbenes Wasser erwartete uns an einem sehr warmen Tag. Besonders sehenswert, aber mit Eintrittsgeld verbunden, ist dort das Minack Theatre, das ein einzigartiges Freilichttheater ist, weil es um 1930 in einen Felsenabhang hineingebaut wurde. Von Juni bis September werden hier etwa 16 Stücke aufgeführt, traditionsgemäß sind es Werke von Shakespeare.

Am 4. August machten wir einen Ausflug nach Pendeen, einem Ort an der Westküste, der einst Heimat vieler Minenarbeiter war. Hier gibt es noch die Geevor Tin Mine, die von 1911–1990 in Betrieb war und jetzt ein Museum ist. Sehenswert ist auch der Leuchtturm, zu dem wir querfeldein und bergauf-bergab durch Farnsträucher und über Weideland laufend gelangten. Er ist 17 Meter hoch und besaß noch bis kurz bevor wir unseren Urlaub antraten ein Nebelhorn, das alle 20 Sekunden ein Signal abgab, das so laut war, dass es noch in 5km zu hören war.
In all der Stille dort hatten wir ein schönes Picknick im hohen Gras. Es war einfach nur entspannend, mal nur den Vögeln und dem Wind zu lauschen. Dort läuft die Zeit langsamer. Auf unserer Erkundungstour fanden wir die Portheras Cove, eine Bucht, die einen der besten Strände des Landes hat und sehr schwer zu finden ist. Wir sind sozusagen darüber gestolpert und haben es kein bisschen bereut. Wir sahen viele Surfer, die die starke Strömung und die Wellen nutzten, und trafen nur auf Einheimische, was für mich den Urlaub gleich verbesserte. Ich mag es nur unter Einheimischen zu sein. 🙂 Wir verweilten hier ein wenig und genossen die Meeresluft und die einmalige Natur.
Es ist schwer zu sagen, wo genau der Strand liegt. Beschreibungen zufolge befindet er sich zwischen den Orten Morvah und Pendeen und ist nur zu Fuß zu erreichen. Es gibt allerdings einen holprigen Zugang für Autos etwas weiter oberhalb des Strandes gelegen, jedoch keine Parkmöglichkeiten wie man sie von großen, öffentlichen Stränden kennt. Demzufolge waren nicht sehr viele Leute dort. Ich vermute es verlaufen sich wenige Touristen in diese Gegend.

Das Wetter schlug am 5. August stark um und die Temperaturen gingen runter auf 16°C. So entschieden wir uns, einen nicht allzu weiten Ausflug zu machen und steuerten Porthleven, einen Fischerort, südöstlich von Penzance an. Dort gingen wir am Kai entlang, aßen Mittag in einem Café, und schauten so einigen Leuten beim Angeln zu. Als es stürmisch und regnerisch wurde, nahmen wir den nächsten Bus wieder nach Penzance zurück und machten es uns in unserem B&B gemütlich.

Unseren letzten Tag nutzten wir für einen langen Strandspaziergang bei Penzance, bevor es am 7. August zurück nach London ging. Dort zogen wir für eine Nacht in ein nicht zu empfehlendes Hotel in Paddington, weil meine Mutti am 8. August wieder nach Hause fliegen musste. Die schönen Tage gehen leider immer so schnell zu Ende.

 

Summer Bank Holiday

Erneut gab es wieder einen Bank Holiday, diesmal am 26. August, den ich mit einem Wochenendausflug nach Lowestoft ausfüllte. Ich buchte mir in besagtem Ort an der Ostküste Englands in der Grafschaft Suffolk ein B&B, das direkt am Meer lag. Lowestoft selbst besticht nicht wirklich durch Schönheit, aber mir gefiel die Lage des B&Bs, von dessen Fenster man direkt aufs Meer sehen konnte, und im Allgemeinen hab ich einen starken Hang zum Meer. Etwas das nicht so schön war und worauf mich die Besitzer hätten hinweisen sollen, war der Pub einige hundert Meter weiter, von dem dann nachts die betrunkenen Gäste laut singend und gröhlend am Haus vorbeiströmten. Ansonsten war „Wavecrest Guest House“ nur 10min vom Bahnhof und der Innenstadt und 3min vom Strand entfernt und bot eine zufriedenstellende Unterkunft. Das Wetter hielt sich auch einigermaßen gut, was dann keinen Regen bedeutete. Ich erkundete den Ort nach meiner Ankunft und stöberte später durch die Touristenprospekte im Haus um die nächsten Tage zu planen.

Für den zweiten Tag entschied ich mich für Great Yarmouth im Norden, wohin mich der Bus brachte, und für den dritten Tag für Southwold im Süden. Eine sehr typische Attraktion in Großbritannien scheinen die Rummelplätze und Spielhallen zu seien. Letztere hatten mich immer ein wenig abgeschreckt, aber diesmal ging ich hinein, um zu sehen, was man dort so spielen kann, weil ich auch Eltern mit Kindern hineingehen sah. Hauptsächlich gibt es Glücksspiele, wo man nur 5- oder 10-Pence Münzen verspielt, um was zu gewinnen. Ich versuchte auch mein Glück und gewann an einem Automaten einen hübschen Taschenanhänger. Greath Yarmouth hat einen schönen Sandstrand, und bietet das typisch britische Eselreiten und Pferdekutschfahrten an. Mit dem Bus brauchte ich etwa 50min von Lowestoft, aber zur Entschädigung für die lange Fahrt bekam ich die schöne Landschaft zu sehen.

Das südlicher gelegene Southwold kann ich nur empfehlen. Es ist nicht so weit weg wie Greath Yarmouth und auch viel kleiner. Es hat einen sehr schönen Strand und eine hübsche kleine Innenstadt mit vielen kleinen Geschäften, die für jeden was bieten.