Warwick Castle

Da dieses Wochenende so schön warm war, machte ich am darauffolgenden Sonntag mit Miriam einen Ausflug nach Warwick und seiner Burg. Sie wurde 1068 unter William the Conquerer auf einem Sandsteinfelsen am Fluss Avon gebaut und schließlich 1604 von Sir Fulke Greville zu einem Landhaus umgebaut, das der Familie 300 Jahre als Familiensitz dienen sollte. Sie liegt etwa 20km südöstlich von Birmingham und ist umgeben wird von einem 2,8 km² großen Park, der zum Spazierengehen einlädt.

Heute steht die Burg unter Denkmalschutz und ist Ziel vieler Touristen, die sich die Falkenshow, Weihnachtskonzerte und Turniere im Sommer nicht entgehen lassen.

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Windsor Castle

Es ist wieder etwas Zeit vergangen und ich bin oft in der Woche einfach geschlaucht, um mich für den Blog hinzusetzen, am Wochenende dafür wieder lange unterwegs, darum kommen die Updates eher unregelmäßig.

Am 9. Februar habe ich einen Ausflug zum Schloss Windsor – oder wie es richtig heißt, Windsor Castle – gemacht. Das Wetter war nicht das schönste, was mich aber nicht davon abhielt, den Ausflug zu machen. Man kann hier Wochen auf gutes Wetter warten, und so lange werde ich Ausflüge nicht aufschieben. Der Vorteil bestand darin, dass das Schloss nicht überfüllt war.

Von Hammersmith kommt man ganz praktisch mit einem Coach hin, was ein Bus ist, der von London Victoria abfährt und auf seinem Weg nach Windsor bestimmte Haltepunkte anfährt. Einer davon befindet sich praktischerweise nur 10min von meinem Haus. Da stieg ich ein, bezahlte £16.00 für ein Hin- und Rückticket (Return-Ticket) und machte es mir in dem halb leeren, klimatisierten Reisebus bequem. Die Fahrt dauerte etwa 1h und dann war ich da. Man wird praktisch vor dem Schloss abgesetzt. Ich hatte Windsor bei meinem ersten Londonbesuch 2006 schon mal besucht, aber mir nicht das Schloss sondern nur den Ort und Eton angesehen. Der Preis hatte mich einfach umgehauen. Jetzt war er natürlich noch teurer, aber nun habe ich einen Job und muss mir um Geld keine Sorgen machen, daher war es völlig egal und total entspannt. Das Eintrittsticket kostet glatte £17.75, was ganz schön viel Geld ist. Man muss sich auch einer Sicherheitskontrolle wie am Flughafen unterziehen, aber an mir war nichts dran. Ich besorgte mir einen Audioführer, der mir die Erkundung des Schlosses erleichtern würde und traf dabei auf zwei große Gruppen japanischer Schüler. Japanern begegnet man auch irgendwie überall. Ich ließ die schnell hinter mich, weil ich eher der stille Beobachter bin und keine quatschende Menschenmenge bei mir gebrauchen kann.

Ich fand es unglaublich zu erfahren, dass das Schloss so alt ist. Klar, wusste ich, dass es mindestens seine 500 Jahre drauf hat, aber nein, es soll über 900 Jahre alt sein. Wenn ich nach der Wikipedia gehe, wurde die erste Holzburg 1078 gebaut und 1350 in eine Residenz umgebaut, deren Grundriss bis heute unverändert blieb. Wow! Seitdem war es Sitz der englischen Könige. In meinem Rundgangführer steht noch, dass es die älteste und größte bewohnte Burg der Welt ist. Auf dem Gelände gibt es die St George’s Chapel, in der sich die Gräber berühmter Menschen wie Queen Mum und ihr Gatte King George VI., acht weitere Könige (darunter auch Heinrich VIII.), Charles Brandon, 1. Duke of Suffolk (Schwager von Heinrich VIII.) und die Gemahlinnen von den englischen Königen befinden.

Hier sind ein paar Fotos:

Saaletal

ザーレの谷

Und schon wieder ist fast ein ganzer Monat vergangen, dass ich mich hier melde. Endlich wird es ja wärmer. Man kann jetzt darauf hoffen, dass es so bleibt. Ich mag ja auch die kalte Jahreszeit, aber zum Glück muss sie sich mit der warmen abwechseln, sodass man immer in den Genuss beider kommt.      Dieses Wochenende konnte ich aufgrund der warmen Temperaturen nicht ungenutzt lassen und habe einen Ausflug ins Saaletal im Burgenlandkreis gemacht. Genauer gesagt zu der Rudelsburg und Burg Saaleck, die beide über dem Ort Saaleck nicht weit von dem Kurort Bad Kösen stehen. Die Gegend ist ja allein schon durch ihre Weinberge und bewaldeten Hügel malerisch anzusehen. Umso schöner sehen dann diese beiden Burgen in der Landschaft aus.Schon als Kind war ich hier oft. Allerdings lag der letzte Besuch mindestens schon über zehn Jahre zurück, sodass es mal wieder Zeit wurde hierher zu fahren.

„Der Anblick des Burgenpaares Saaleck und Rudelsburg ist einer der malerischsten im mittleren Saaletal. Die Höhenplatte des Burggeländes auf mächtigem Kalksteingrund, 80 Meter über dem Saalespiegel gelegen, ist seit urdenklichen Zeiten mit Lebensspuren unterschiedlicher Volksstämme behaftet. Alter und Gründer der Rudelsburg sind nicht genau bekannt, sie wird 1172 erstmalig erwähnt und war wohl als Grenzburg und später als Schutzburg für die im Tal vorbeiführende Frankenstraße bestimmt. 1348 wurde die Vorburg zerstört. In den Wirren des 30jährigen Krieges brannte sie aus und zerfiel danach immer mehr. 1827 wurde […] eine erste Schänke eingerichtet. 1991/92 wurde die Rudelsburg umfassend saniert“ (Auszug aus der Speisekarte des Burgrestaurants Rudelsburg).

Die Burg Saaleck liegt nur wenige hundert Meter von der Rudelsburg entfernt. Sie liegt ca. 172m ü.NN. und ist knapp 23m hoch. Die Burg ist nur noch als Ruine erhalten. Das charakteristische Bild wird durch die weithin sichtbaren beiden runden Bergfriede gebildet, deren Mauerstärke etwa zwei Meter beträgt. Einst war die Kernburg von einer inneren und äußeren Wehrmauer umgeben. Erstmalig wird Burg Saaleck im Jahr 1140 erwähnt. Bauherren der Burg waren vermutlich die Thüringer Landgrafen.

Pfingst-Ritterturnier

馬上槍試合

Gestern war ich bei einem Mittelalterspektakel auf dem Schloss Neuenburg bei dem Winzerstädtchen Freyburg an der Unstrut. Es fanden die Pfingst-Ritterspiele wie jedes Jahr statt. Schon 2008 habe ich sie mir angesehen und auch dieses Mal haben sie mir sehr gefallen, da auch zweimal am Tag ein Ritterturnier stattfindet, wo es schöne Ritter, prächtig geschmückte Pferde, und einen Zunftmarkt zu bestaunen gab. Es waren viele Besucher da und nicht nur ich sondern auch andere kamen in mittelalterlichen oder anderen Gewändern zum Fest. Mir gefällt sowas immer sehr. Ich kaufte mir wie immer eine Fassbrause, die sehr erfrischend schmeckt. Das Wetter war auch prima. Die Sonne schien und ein paar Wattewolken zogen bei 22°C über den Himmel.

Als Veranstaltungsort diente Schloss Neuenburg, das einst die größte Burg und eine der ältesten und wichtigsten der Landgrafen von Thüringen war. Der Baubeginn liegt am Ende des 11. Jahrhunderts, im 15. Jahrhundert wurde sie umfangreich umgebaut und besteht heute aus einer Kernburg (Torhaus, Wohnturm, Zwischenbau und Fürstenhaus), einem Bergfried, einer Doppelkapelle, einer Küchenmeisterei und einer Ringmauer. Ein erstes Museum entstand 1935. Existenzgefährdend wirkte die Schließung der Anlage von 1970 bis 1989. Ab 1990 gelang es dann durch staatliches und privates Engagement die Neuenburg wieder Besuchern zugänglich zu machen.

Burg Roßlau

ロッスラウ城

Wo wir schon mal bei Burgen sind, geht es heute damit weiter, denn ich war auf der Burg Roßlau. Sie befindet sich 55km südöstlich von Magdeburg im Stadtteil Roßlau des Ortes Dessau-Roßlau. Die Burg wurde als Wasserburg erbaut und ihre ältesten Teile stammen aus dem 12. Jahrhundert. Bis zum 16. Jh. wurde sie ausgebaut und erwartet, verlor aber im 17. Jh. an Bedeutung, bis Fürst Heinrich von Köthen Mitte 19. Jh. Interesse an ihr fand und sie sanieren ließ. Bis 1870 diente die Wasserburg als Revierförsterei, doch dann brannte sie vollständig aus. Erst 1923 wurden wieder Wohnungen eingerichtet, die bis 1986 genutzt wurden. Nun wird die Burg nicht mehr genutzt und sie ist denkmalgeschützt. In den Sommermonaten dient sie als Platz für Open-Air-Konzerte.

Vom 30.4.-2.5.2010 fand auf ihrem Gelände ein Mittelalterspektakel zur Walpurgisnacht statt. Das war auch der Grund, warum ich hingefahren bin. Allerdings fing es am Nachmittag zu regnen an, darum bin ich nicht so lange geblieben. Dennoch war der Markt sehr schön gestaltet. Ich gehe sehr gerne zu solchen Veranstaltungen.

Naumburg und Schönburg

ナウムブルクとシェーンブルク

Ja, die Einträge lassen etwas auf sich warten, aber ich bin noch da. 🙂
Heute habe ich einen Ausflug in den Burgenlandkreis nach Schönburg und Naumburg (Saale) gemacht. Das Wetter war erst trüb und drohte mit Regen, aber es hielt sich doch ganz gut und am Ende kam die Sonne sogar noch heraus. Schönburg ist ein Dorf, das 5km östlich von Naumburg liegt, das sich wiederum 30km nördlich von Jena befindet. Die Schönburg selbst ist eine romanische Ruine. Es gibt dort einen Bergfried und eine zur Gaststätte umgebaute Försterei. Genutzt wird die Burg für Hochzeiten, und demzufolge steht im Hof auch ein extra dafür gebautes Festhaus. Zumindest würde ich es so bezeichnen.
Zum ersten Mal wurde die Schönburg 1157 in einer Urkunde erwähnt und im 19. und 20. Jh. durch Restaurierungsarbeiten vor dem Zerfall bewahrt. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick über das Saaletal. Ich habe zwei Fotos von der Burg hochgeladen.

Naumburg ist vielleicht manchen bekannt – zumindest bestimmt jenen, die in Sachsen-Anhalt leben. Wahrzeichen der Stadt ist die mittelalterliche Altstadt und der Dom. Er stammt aus dem 13. Jh. und gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Spätromanik in Sachsen-Anhalt. Ich bin nur in den Innenhof und nicht in den Dom selbst hineingegangen, da ich als Kind schon einmal hier war und es außerdem auch Eintritt gekostet hätte. Demzufolge gibt es nur Fotos von außen. Ich liebe Kreuzgänge, Innenhöfe und die Romanik und Gotik. Ich war mit den Außenaufnahmen zufrieden.
Allerdings ist der berühmte Westchor des Domes, der nach der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand, mit dem Westlettner und den Stifterfiguren von Ekkehard II., Uta, Hermann von Meißen und Reglindis den Dom sehenswert, da sie zu den wichtigsten Bauwerken der Frühgotik zählen.

Eisenach und die Wartburg

ヴァルトブルク城とアイゼナハ

Ich habe mit meiner Mutter gestern einen schönen Ausflug nach Eisenach gemacht. Wir sind ganz früh los, gegen 7 Uhr, und haben den Zug genommen. Mit dem IC ist man in nur knapp zwei Stunden dort. Das Wetter spielte auch prima mit. Zwar war es am Anfang ein bisschen kühl, aber es wurde im Laufe des Tages richtig warm. Gegenüber des Eisenacher Bahnhofs gibt es einen Busbahnhof, wo wir mit einem Bus bis zur Wartburg hinauffahren konnten. Zu Fuß wären das sonst 45min statt 15min gewesen.

Für jene, die noch nicht auf der Wartburg waren oder/und sie noch nicht kennen: sie ist eine Burg in Thüringen nordwestlich des Thüringer Waldes, 411m ü. NN. Sie wurde 1067 von Ludwig dem Springer gegründet und gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ihr Name bedeutet Wach-, Wächterburg.

10.30 Uhr waren wir oben auf der Burg und haben gleich ein Ticket für die Führung gekauft. Erwachsene kosten 8,00€, Studenten 5,00€. Ich fand den Preis für die 1½ h Führung, die uns geboten wurde, sehr angemessen. Ich habe in meiner Galerie der Burg ein paar Fotos aus der Führung hochgeladen. Draußen war einer der Türme leider eingerüstet, und beim zweiten muss man 0,50€ bezahlen, um hinaufsteigen zu dürfen. Das habe ich dann gelassen, weil die Rundumsicht auf die Natur von der Burgmauer auch schön genug war.

Wir haben ein kleines Mittagessen in dem Hotel auf der Burg eingenommen und sind dann etwa halb zwei hinunter in die Stadt gelaufen (sehr, sehr steiler Pfad), weil der Bus nur jede Stunde einmal kam.

Eisenach ist die Geburtsstadt von Johann Sebastian Bach, demzufolge haben wir auch das Geburtshaus gesucht und gefunden. Wir haben bei einem Italiener köstliches Eis gegessen, aber danach waren wir pappesatt. Dann sind wir noch durch die Stadt gelaufen, haben uns die evangelisch-lutherische Georgenkirche angesehen, die auf dem Marktplatz steht, und sind zum Lutherhaus gelaufen, das eines der ältesten Fachwerkhäuser Eisenachs ist. Martin Luther lebte hier bei der sogenannten Familie Cotta während seiner Schulzeit 1498-1501.

Nachdem wir uns die ganze Innenstadt angesehen hatten, waren wir ganz schön fußlahm geworden. 20 Uhr hatte uns der IC wieder nach Hause zurückgebracht und danach hab ich all diese tollen Fotos hochgeladen. ^^

Ich kann euch Eisenach und die Wartburg wirklich empfehlen. Die Umgebung ist auch sehr schön. Alles ist umgeben von Wald.