Halloween

Kurz vor Halloween am 31. Oktober beginnt in England der Verkauf von Feuerwerkskörpern, was daran liegt, dass kurz darauf am 5. November Guy Fawkes‘ Night ist (wo aufgrund historischer Ereignisse mit der Absicht des Abfackeln des Parlaments, was vereitelt wurde, Feuerwerk entzündet werden darf). In den nächsten Tagen konnte ich von meinem Fenster mehrere organisierte, sehr schöne Feuerwerksveranstaltungen beobachten.

Ich hatte mich sehr auf Halloween gefreut, weil mein letztes Erlebnis in Wales nicht sehr schön gewesen war. Ich wurde mit den Kindern zu einer Halloweenparty eingeladen, wo wir uns verkleidet hinbegaben und uns die Bäuche mit Süßkram vollstopften, und meine beiden Chefs schnitzten mit den Kleinen Kürbisse aus, die dann vor die Tür gestellt wurden. Hier lernte ich dann, dass nur dann verkleidete Kinder am Abend kämen, wenn sie Kürbisse vor der Tür oder im Fenster sähen. Während Silvio mit Casey und Henry verkleidet durch die Straßen zog, blieb ich zu Hause und durfte eimerweise Süßigkeiten an Kinder verteilen, die bei uns klopften. Oft ging es dann so:

Es klopfte, ich öffnete und eine Horde Kinder verkleidet als Prinzessin, Vampir, Monster, Räuber, Pirat usw. stand davor und rief im Chor:

„Happy Halloween. Trick or treat?“

Worauf ich dann sagte:

„Happy Halloween! Here’s your treat.“

Und dann hielt ich den Kindern einen Kürbiseimer mit Süßigkeiten hin und jeder nahm sich artig nur ein bisschen, steckte es in seinen mitgebrachten Beutel und ging dann wieder oft kamen sie mit ihren Eltern, die auf dem Gehweg warteten und mir dann:

„Happy Halloween! Thank you very much!“ zuriefen.

Als dann die große „Kinderwelle“ vorüber war, kam Silvio wieder und holte die Kürbisse ins Haus zurück, weil er sagte, dass später noch Erwachsene um die Häuser zogen, oft betrunken, und dass das kein so nettes Erlebnis wäre und er keinen an seiner Tür klopfen haben wollte. Hätte ich auch nicht gewollt.

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Hallesches Laternenfest

ハレの民族祭

Gestern war ich beim Halleschen Laternenfest. Es ist das größte Volks- und Heimatfest Mitteldeutschlands und findet seit 1928 statt. Jährlich zum letzten Augustwochenende wird im gesamten Stadtgebiet um die Peißnitzinsel, dem Riveufer und der Ziegelwiese ein Programm auf Bühnen, an Ständen und Fahrgeschäften geboten. Höhepunkte sind am Samstag das Gummientenrennen auf der Saale, das Fischerstechen, das Aussetzen der GlühwüBoote am Riveuferrmchen (kleine schwimmende Lichter), der abendliche Korso geschmückter Boote und das Abschlussfeuerwerk an der Burg Giebichenstein (erbaut ca. 900-1000 n.Chr.). Die Wurzeln dieses Festes gehen auf die Halloren (Hallesche Salzsieder) zurück, die einen Blumenkorso veranstalteten.

Ich bin jedes Jahr bei diesem Fest dabei. Dieses Mal war das Wetter allerdings nicht so toll. Es fing am Abend an zu regnen. Ansonsten war das Fischerstechen wieder sehr lustig. Wer das nicht kennt: es gibt mehrere Mannschaften á 3 Mann in einem Boot, zwei rudern, einer hält eine Lanze mit einer Stoßplatte an der Spitze in den Händen. Zwei Boote rudern aufeinander zu und die beiden Lanzenträger versuchen den jeweils anderen ins Wasser zu stoßen. Dabei müssen sie eine Brustplatte treffen, die der andere um den Hals trägt. Diesmal hat es eine dreiviertel Stunde gedauert, bis endlich der Sieger ausgemacht worden war, denn einer ist partout nie ins Wasser gefallen, dafür haben aber die anderen für kräftige Lacher gesorgt.

Seit ein paar Jahren kommt auch der Mittelaltermarkt zum Laternenfest und da ich mich für die RummelGewänder und den Schmuck begeistere, habe ich mich dort interessiert umgesehen. Allerdings war nichts dabei, dass ich mir hätte leisten können. Da dann ein Gewitter aufzog, bin ich nur noch schnell zum Rummel gelaufen und bin Spinne und Fliegender Teppich gefahren.

Das Feuerwerk habe ich dann nur noch von zu Hause aus gehört, da es wirklich kalt geworden war. Die ganzen letzten Wochen war es heiß, aber gerade gestern musste es kalt und regnerisch werden. Na ja, wenigstens war das Wetter bis 19 Uhr okay und ich habe auch Fotos gemacht.

Die Händel-Festspiele

ヘンデルの祝祭管弦学楽団

Ach ja, nun habe ich seit April nicht mehr geschrieben. Es war aber auch nichts weiter los, als lernen, Referate für die Uni vorzubereiten usw.

Gestern aber war ich bei den Händel-Festspielen in Halle/Saale. Sie sind das größte Musikfest von Sachsen-Anhalt. 1922 gab es die ersten Festspiele und seit 1952 sind sie regelmäßig im Juni. Das Abschlusskonzert wird jedes Jahr im Norden der Stadt in der sogenannten Galgenbergschlucht gehalten. Es endet auch immer mit einem Feuerwerk. Das letzte Mal war ich 2004 dabei.

Die Festspiele werden zu Ehren von Georg Friedrich Händel gefeiert, der 1685 in Halle geboren wurde. Wie ihr vielleicht wisst, hat er die berühmte Wasser- und Feuerwerksmusik geschrieben. Nun könnt ihr euch vorstellen, dass am Ende des Konzertes natürlich diese gespielt und dazu das Feuerwerk abgeschossen wird. Dieses Jahr war es das 58. Fest und es wurde dem 250. Todestag Händels gedacht.

Ich habe viele Touristen in der Stadt gesehen. Sie kommen nicht nur aus dem Umland sondern auch dem Ausland. Oft aus Großbritannien – Händel ist 1759 in London gestorben und sein Grab befindet sich in der Westminster Abbey – und auch Japan.

Als ich in Japan war, habe ich mit ein paar Japanern über Deutschland gesprochen und es hat mich verblüfft, wie gut sie sich doch in deutscher Klassik auskennen. Da zieh‘ ich doch den Hut. Ich habe nämlich wenig Ahnung von allen deutschen Komponisten, die es gab.Feuerwerk

Ich wollte sehr gern noch ein Video reinstellen, aber leider bietet mir GoogleMail nicht mehr diese Möglichkeit, und WordPress hier gibt mir nicht die Chance eine AVI-Datei hochzuladen. Falls mir irgendjemand helfen kann (ich möchte mich wirklich nicht bei Youtube anmelden), dann schreibt mir ein Kommentar.