Fertig mit der Uni!

大学は出来上がった

Hallo, ich bin wieder zurück. Es hat ja lange genug gedauert, was? Ja, ein neues Design gibt es auch. (Es gibt drei verschiedene Farbvarianten und da jetzt Winter ist, wählte ich diese.) Ich wollte es nach drei Jahren endlich mal ändern. Außerdem passt es gut zu dem Abschluss einer Ära. Ich bin endlich mit dem Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fertig! Ich habe meinen Bachelor of Arts in der Tasche und darf mich jetzt ins Berufsleben werfen. Ich dachte erst, ich würde mein Zeugnis gar nicht bekommen und ich sah meine siebenjährige Anstrengung, endlich einen akademischen Grad zu erhalten, den Bach hinuntergehen. Ja, sieben Jahre. Also, ich hatte erst mit Magister begonnen, aber im Herbst 2010 zum Bachelor gewechselt, weil ich mich auch gern im Ausland bewerben möchte und die dort mit einem Bachelor mehr anfangen können. Außerdem gab es noch ein paar andere für mich relevante Gründe, warum ich gewechselt habe.
Nach all den Jahren fühle ich mich, als könnte ich ein Buch über die Unizeit schreiben. Sie war nicht leicht. Man wird regelrecht dazu drangsaliert, selbstständig zu werden. Das ist positiv und negativ behaftet. Ich durfte mich mit Leuten herumschlagen, die keine Ahnung hatten, die keine Informationen rausrücken wollten, weil sie davon ausgingen, dass die Studenten alles zu wissen haben, oder Professoren, die seit Jahren im Clinch um die höchste Position im Institut kämpfen und jene Studenten aus ihren Kursen ausschließen, die zur jeweiligen „Konkurrenz“ in den Unterricht gehen. Lieblingsschüler, Schleimer, Besserwisser, Intriganten, Mimöschen… ja, all das gibt’s nicht nur in der Schule und ich wette, es setzt sich auch jenseits der Uni fort.

Ich habe hier eine kleine Story, die mir zehn Wochen ein paar graue Haare mehr und Nerven gekostet hat. Dabei setze ich jetzt mal voraus, dass die Leser ein bisschen was über den Bachelorstudiengang wissen.

Also, alles begann mit dem Wechsel zum Bachelor 90/90 Studiengang im Herbst 2010. Ich wurde dabei von der Studienberaterin meines Vertrauens begleitet, damit ich nichts vergesse und bereits erbrachte Leistungen im Magister für die neue Studienrichtung einbringen kann. Mir fehlten noch ein paar Kurse und die belegte ich dann noch im Sommer 2010. Mit einem Punktestand von 80/90 wechselte ich also in den Bachelor. Mir fehlten nur noch die letzten zehn Punkte, die mir meine Abschlussarbeit einbringen würde. Ich begann mit den Vorbereitungen im Dezember 2010. Ein halbes Jahr später war ich endlich mit der Arbeit fertig, reichte sie ein, ging mich noch mal wegen beruflicher Chancen und Uniabschluss in der Studienberatung beraten, wo man mir schließlich riet, dass ich mich doch jetzt ausschreiben könnte.
So gesagt getan. Ich habe mich exmatrikuliert und auf die Benotung gewartet, die nach genau 8 Wochen erfolgte. Ich war sehr zufrieden über die Note. Ich freute mich schon, dass es nicht mehr weit bis zu meinem Zeugnis war, aber es gingen Wochen ins Land. Nach zwei Wochen fragte ich im Prüfungsamt nach, wann ich es denn erhalte. Man teilte mir mit, es gäbe irgendwie ein technisches Problem mit dem Modulrechner. Okay, dachte ich mir, das kriegen die hoffentlich bald hin. Weitere Wochen später immer noch nichts. Tja, dann waren meine Ansprechpartner mal krank, Zeit verging, Nerven gingen flöten, dann schrieb man mir, ich müsse meine Bachelorarbeit auf einmal verteidigen, weil ich angeblich nach einer alten Studienordnung studiere. Frech teilte man mir mit, dass diese Verteidigung aber nur geht, wenn man noch immatrikuliert, also in der Uni eingeschrieben ist. Ich hatte fast einen Nervenzusammenbruch, da ich mein Zeugnis schon flöten sah, meldete mich bei meiner Studienberaterin, die mir versicherte, dass ich mein Zeugnis bekommen kann und ich nicht nach einer alten Studienordnung studiere, sondern nach einer neuen, wo man die Arbeit nicht mehr verteidigen muss. Ich mein‘, ich hatte ja schon die Note, warum sollte ich dann noch verteidigen? Insgesamt waren seit meiner Exmatrikulation schon zehn Wochen vergangen. Meine Studienberaterin legte sich ins Zeug, hielt Korrespondenz mit dem Prüfungsamt und brachte in Erfahrung, dass irgendwer mich falsch im Studienmodultechnikding eingetragen hatte, ich also nach denen angeblich seit 2008 Bachelor studierte, was nicht stimmte, da ich bloß Herbst 2010 schon automatisch ins 5. Semester wechselte. Demzufolge studierte ich auch Bachelor seit 2010 (nach einer neuen Studienordnung) und nicht 2008 (wo es die alte noch gab).
Nachdem meine Nerven fast am Boden waren, erhielt ich endlich Nachricht, dass ich meine volle Punktzahl 90/90 erreicht habe und mir mein Zeugnis abholen kann. Jetzt mach ich drei dicke Kreuze, dass ich fertig mit der Uni bin. XXX

Übrigens wünsche ich euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Hallesches Laternenfest

ハレの民族祭

Gestern war ich beim Halleschen Laternenfest. Es ist das größte Volks- und Heimatfest Mitteldeutschlands und findet seit 1928 statt. Jährlich zum letzten Augustwochenende wird im gesamten Stadtgebiet um die Peißnitzinsel, dem Riveufer und der Ziegelwiese ein Programm auf Bühnen, an Ständen und Fahrgeschäften geboten. Höhepunkte sind am Samstag das Gummientenrennen auf der Saale, das Fischerstechen, das Aussetzen der GlühwüBoote am Riveuferrmchen (kleine schwimmende Lichter), der abendliche Korso geschmückter Boote und das Abschlussfeuerwerk an der Burg Giebichenstein (erbaut ca. 900-1000 n.Chr.). Die Wurzeln dieses Festes gehen auf die Halloren (Hallesche Salzsieder) zurück, die einen Blumenkorso veranstalteten.

Ich bin jedes Jahr bei diesem Fest dabei. Dieses Mal war das Wetter allerdings nicht so toll. Es fing am Abend an zu regnen. Ansonsten war das Fischerstechen wieder sehr lustig. Wer das nicht kennt: es gibt mehrere Mannschaften á 3 Mann in einem Boot, zwei rudern, einer hält eine Lanze mit einer Stoßplatte an der Spitze in den Händen. Zwei Boote rudern aufeinander zu und die beiden Lanzenträger versuchen den jeweils anderen ins Wasser zu stoßen. Dabei müssen sie eine Brustplatte treffen, die der andere um den Hals trägt. Diesmal hat es eine dreiviertel Stunde gedauert, bis endlich der Sieger ausgemacht worden war, denn einer ist partout nie ins Wasser gefallen, dafür haben aber die anderen für kräftige Lacher gesorgt.

Seit ein paar Jahren kommt auch der Mittelaltermarkt zum Laternenfest und da ich mich für die RummelGewänder und den Schmuck begeistere, habe ich mich dort interessiert umgesehen. Allerdings war nichts dabei, dass ich mir hätte leisten können. Da dann ein Gewitter aufzog, bin ich nur noch schnell zum Rummel gelaufen und bin Spinne und Fliegender Teppich gefahren.

Das Feuerwerk habe ich dann nur noch von zu Hause aus gehört, da es wirklich kalt geworden war. Die ganzen letzten Wochen war es heiß, aber gerade gestern musste es kalt und regnerisch werden. Na ja, wenigstens war das Wetter bis 19 Uhr okay und ich habe auch Fotos gemacht.

Die Händel-Festspiele

ヘンデルの祝祭管弦学楽団

Ach ja, nun habe ich seit April nicht mehr geschrieben. Es war aber auch nichts weiter los, als lernen, Referate für die Uni vorzubereiten usw.

Gestern aber war ich bei den Händel-Festspielen in Halle/Saale. Sie sind das größte Musikfest von Sachsen-Anhalt. 1922 gab es die ersten Festspiele und seit 1952 sind sie regelmäßig im Juni. Das Abschlusskonzert wird jedes Jahr im Norden der Stadt in der sogenannten Galgenbergschlucht gehalten. Es endet auch immer mit einem Feuerwerk. Das letzte Mal war ich 2004 dabei.

Die Festspiele werden zu Ehren von Georg Friedrich Händel gefeiert, der 1685 in Halle geboren wurde. Wie ihr vielleicht wisst, hat er die berühmte Wasser- und Feuerwerksmusik geschrieben. Nun könnt ihr euch vorstellen, dass am Ende des Konzertes natürlich diese gespielt und dazu das Feuerwerk abgeschossen wird. Dieses Jahr war es das 58. Fest und es wurde dem 250. Todestag Händels gedacht.

Ich habe viele Touristen in der Stadt gesehen. Sie kommen nicht nur aus dem Umland sondern auch dem Ausland. Oft aus Großbritannien – Händel ist 1759 in London gestorben und sein Grab befindet sich in der Westminster Abbey – und auch Japan.

Als ich in Japan war, habe ich mit ein paar Japanern über Deutschland gesprochen und es hat mich verblüfft, wie gut sie sich doch in deutscher Klassik auskennen. Da zieh‘ ich doch den Hut. Ich habe nämlich wenig Ahnung von allen deutschen Komponisten, die es gab.Feuerwerk

Ich wollte sehr gern noch ein Video reinstellen, aber leider bietet mir GoogleMail nicht mehr diese Möglichkeit, und WordPress hier gibt mir nicht die Chance eine AVI-Datei hochzuladen. Falls mir irgendjemand helfen kann (ich möchte mich wirklich nicht bei Youtube anmelden), dann schreibt mir ein Kommentar.