Rappbode-Talsperre

ラップボデのダム

Die Rappbode-Talsperre ist die größte Talsperre im Harz mit der höchsten Staumauer in Deutschland. Sie befindet sich etwa 100km westlich von Halle/Saale und 80km südlich von Braunschweig. Die Talsperre wurde von 1952-59 erbaut und ist 108m hoch und 415m lang. Das gestaute Wasser ist Trinkwasserreserve für die Städte östlich des Harzes wie Aschersleben, Halberstadt, Halle und sogar Leipzig. Die Wasserqualität ist dabei ausgesprochen gut, die Wasserhärte liegt im Durchschnitt bei 3° deutscher Härte. Ich fuhr am 18. Juli dorthin, weil ich noch nie dagewesen war, obwohl ich den Harz sehr gut kenne. Es ist ein interessantes Gefühl über so ein hohes Bauwerk mit dem Auto zu fahren, wenn auf der einen Seite gestautes Wasser ist und es auf der anderen Seite steil nach unten ins Tal geht. Wir kamen von Osten über die Mauer und fuhren dahinter in einen Tunnel rein, durch den zu dieser Zeit aufgrund des schönen Wetters viele Motorradfahrer mit Höchstgeschwindigkeit brausten und somit einen hohen Geräuschpegel verursachten. Hinter dem Tunnel lag der Parkplatz, was meiner Meinung nicht so günstig war, da ich wieder den ganzen Weg durch den lauten Tunnel zurücklaufen musste, um die Talsperre zu Fuß zu erkunden. Wenn da was im Tunnel mit den Motorrädern passiert wäre… gar nicht auszudenken bei den Menschen, die da noch durchliefen. Die Aussicht von der Talsperre war sehr schön. Das gestaute Wasser glitzerte schön im Sonnenlicht und auf der Seite, wo es langsam ablief, konnte ich tief ins Tal zu kleineren Seen mit kleinen Booten blicken. Die Natur drum herum hat mir auch gut gefallen. Manche Ansichten erinnerten mich sogar an die Natur in Japan. Durch die Aussicht und die guten Fotos, die ich machen konnte, war der Ausflug schon sehr schön.

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Halberstadt

ハルバーシュタット

Am Samstag war wunderschönes Wetter bei uns und da habe ich mit meinem Vater einen Ausflug nach Halberstadt gemacht. Mit dem Auto war es nur eine anderthalb Stunde Fahrt.

Halberstadt liegt im nördlichen Harzvorland und wird auch „Tor zum Harz“ genannt. Im zweiten Weltkrieg wurde die fachwerkliche Innenstadt bis zu 82% zerstört. Betroffen war davon auch der evangelische, spätgotische Dom St. Stephanus und St. Sixtus, der einer der bedeutendsten gotischen Kathedralen Deutschland ist. Mit seinem Bau wurde 1236 begonnen und über 200 Jahre später geweiht. Nach dem zweiten Weltkrieg folgten aufwendige Restaurierungsarbeiten.

Hier gibt es den berühmten Halberstädter Domschatz, der nach dem letzten Krieg vor den Allierten versteckt werden konnte und jetzt im Dom ausgestellt wird. Er ist einer der kostbarsten Schätze sakraler mittelalterlicher Kunst. Bedeutende Stücke sind:

  • Das byzantinische Konsular-Diptychon (Ravenna, 5. Jahrhundert )
  • Der spätromanische Halberstädter Schrank
  • Der romanische Abraham-Engel-Teppich
  • Der romanische Christus-Apostel-Teppich
  • Der byzantinische Liturgische Diskos
  • Das venezianische Kristallkreuz (13. Jahrhundert)

Der Schatz war unser Ziel gewesen. Leider durfte ich im Museum keine Fotos machen, aber das ist verständlich bei dem Alter und dem Wert, den dieser Schatz hat. Aber hier ist eine Galerie mit Bildern des Doms.

In den Südharz

ハルツ山地へ

Diese Hitzewelle, die gerade über Deutschland zieht, ist wirklich nicht zum Aushalten. Seit gestern zeigt mein Thermometer, das im Schatten hängt, Spitzenwerte um die 31°C. Um der Wärme irgendwie zu entkommen, bin ich gestern mit meinem Vater in den Harz gefahren. Dort war es wesentlich kühler. Da war ich doch schon froh, dass es nicht so weit bis zu unserem Mittelgebirge ist.

Wir brachen gegen Mittag nach Stolberg auf. Das ist eine kleine aber sehr schöne Stadt (selbst wenn sie nur annähernd 1400 Einwohner hat) im Südharz, und ein Luftkurort. Besonderes Markenzeichen des Ortes sind die vielen Fachwerkhäuser im Renaissancestil. Zuvor hatte ich soviel Fachwerk nur in Wernigerode, Quedlinburg und in Rothenburg ob der Tauber gesehen. Sehenswert ist auch das Schloss Stolberg, das aber seit 2002 restauriert wird und dadurch nicht besichtigt werden kann. Sehr interessant fand ich auch das Rathaus aus dem Jahre 1454, das über kein Treppenhaus verfügt und dennoch drei Stockwerke aufragt. Die Angestellten erreichen ihre Büroräume nur über eine Außentreppe an der rechten Seite. Diese führt wiederum hinauf zur spätgotischen St.-Martini-Kirche. Nein, das hat nichts mit dem gleichnamigen Cocktail zu tun. 😉 In dieser Kirche hat auch Martin-Luther gepredigt.

Auf jeden Fall gibt es aber für alle Sammlerfreunde viele kleine Souvenirläden, wo man sich Ansichtskarten, Schnapsgläser mit Stolbergaufdrucken und Zinnbecherchen kaufen kann.

Wegen des schönen Wetters waren gestern viele Motorradfahrer im Ort und man konnte eine Unmenge von Bikes bestaunen.

Wir sind jedoch nicht lange bei den überfüllten Restaurants und dicht befahrenen, engen Straßen geblieben, sondern ein wenig in den Ort hineingelaufen, bis wir den höher gelegenen Friedhof fanden und von hier einen Blick über Stolberg erhielten. Jetzt konnten wir sehen, dass es in einem Talkessel umgeben von Wald liegt und zu allen Seiten Hügel aufragen. Ich kann einen Ausflug nach Stolberg nur empfehlen. Es ist wirklich malerisch gelegen.

Von Stolberg sind wir dann zum nicht allzu weit entfernten Josephskreuz gefahren. Das ist ein 38m hoher Aussichtsturm auf dem 579m hohen Großen Auerberg. Vom Parkplatz läuft man etwa 20-30min durch den Wald. Da war die Hitze auch erträglicher, und wir haben unterwegs wilde Himbeeren und Brombeeren pflücken können.

Oben auf dem Berg begegneten uns wieder Biker und ein Restaurant, sowie die lindgrüne, imposante Stahlkonstruktion des Aussichtsturmes. Er soll das größte eiserne Doppelkreuz der Welt sein!

Es wurde 1896 aus 123 Tonnen Eisen erbaut, 2003 saniert, und wird mit 100.000 Nieten zusammengehalten. Für ein kleines Entgelt sind wir natürlich hinaufgestiegen. Schließlich erhofften wir uns oben eine tolle Aussicht und Wind, der uns etwas abkühlen konnte. Nach 200 Stufen, die sich schraubenförmig nach oben gefunden hatten und unterwegs schon den Nicht-Schwindelfreien leichte Orientierungsschwierigkeiten bereiteten, kamen wir oben an und hatten eine herrliche Aussicht über den Südharz.

Der Brocken war leider in einer Dunstglocke verschwunden. Wahrscheinlich lag das an der Hitze und den vergangenen Regenwochen, die die Wälder feucht gemacht hatten. Windig war es jedenfalls und wir blieben eine ganze Weile oben, amüsierten uns über die Nicht-Schwindelfreien, die behaupteten, der Turm würde wackeln, aber ich habe nichts davon gemerkt. Der Wind hat mir viel zu angenehm ins Gesicht geblasen als dass ich mich darauf hätte konzentrieren können. Und mal ehrlich, wäre der Turm nicht sicher würden sie niemanden hinaufsteigen lassen.

Als wir wieder hinuntergeklettert waren, kam uns auf dem Rückweg ein großer Reisebus mit Senioren entgegengefahren. Wären wir nur eine halbe Stunde später angekommen, hätten wir die Aussicht gar nicht mehr in aller Stille genießen können, weil es auf der Plattform viel zu voll gewesen wäre. Also hatten wir richtiges Glück. Heiß war es aber immer noch.

Am späten Nachmittag sind wir dann wieder nach Hause gefahren und ich war richtig froh, diesen schönen Ausflug vor meiner Abreise gemacht zu haben.

Wer sich mehr über Stolberg und das Josephskreuz informieren möchte, besucht am besten die Homepage der Stadt Stolberg.