Wie man die Hitze erträgt

暑さを忍ぶ

Wenn man zum ersten Mal in ein heißes und feuchtes Land wie Singapur kommt und diese Hitze nicht gewöhnt ist, braucht der Körper eine gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Jeder reagiert unterschiedlich, aber es gibt einfache Maßnahmen, um sich an das Wetter anzupassen.

  1. Viel Wasser trinken. Mindestens 2 Liter. Wer Sprudelwasser mag, das gibt es auch in Singapur.
  2. Die direkte Sonne meiden und sich im Schatten aufhalten, denn dort ist es merklich kühler, besonders Naturschatten (Bäume etc.).
  3. Sich in kühlen Räumen aufhalten. Gut eignen sich die Einkaufszentren, wenn man unterwegs ist oder natürlich die eigene Wohnung, wo man die Klimaanlage anschaltet.
  4. Nach jedem Regenguss die Fenster aufmachen, denn oft kühlt sich die Luft um mehrere Grad ab (von 30°C auf 26°C, was man spürt).
  5. Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 25 und höher verwenden, da die Sonneneinstrahlung am Äquator sehr stark ist und man sehr schnell einen Sonnenbrand bekommen kann.
  6. Einen Sonnenschirm oder Fächer für unterwegs benutzen.
  7. Kurze, luftige Kleidung und Sandalen tragen. Am besten eignen sich Flip-Flops, Flatterblusen, Hemden, Tops, kurze Hosen oder Röcke. Außerdem einen Sonnenhut (wenn man einen hat) und eine Sonnenbrille mit UV-Faktor.
  8. Abkühlung unter der Dusche oder im Swimmingpool suchen (allerdings nicht in der Mittagshitze).
  9. Nicht überanstrengen mit Sport.
  10. Gemächlich laufen sonst kommt man schnell ins Schwitzen. In Singapur ist mir aufgefallen, dass die Menschen nicht so hektisch laufen wie bei uns in Deutschland.
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Das Wetter in Singapur

シンガポールの天気

Mein erster Eindruck vom Singapurer Wetter war einfach nur WARM! Wir kamen ja in Jeans, Turnschuhen, Winterjacken und Schal an, weil wir das alles nicht in die Koffer hatten legen wollen. Auf dem Changi Flughafen war es erst kühl, aber je weiter man zum Ausgang kam, wurde es wärmer, damit man sich vielleicht langsam an die Hitze draußen gewöhnen konnte. Als sich dann die Türen nach draußen zu den Taxen öffneten, dachte ich gegen eine dicke, warme Wand zu laufen, die dann in jede Hautpore eindringt. Ich denke mal, wir sind bei 5°C abgeflogen und bei 30°C gelandet. Was für ein Unterschied!

Da sich Singapur auf 1°18’N, 103°51’O befindet und damit am Äquator liegt, ist das Klima feucht-tropisch. Die Temperatur beträgt fast das ganze Jahr etwas über 28°C. In den Monaten November bis März sind die Temperaturen bedingt durch den Monsun nur etwas niedriger als im restlichen Jahr. Es regnet also fast täglich. Ich muss sagen, in der ersten Woche, nachdem wir angekommen waren, hat es an drei Tagen für eine Stunde geregnet, was nicht gerade viel ist. Allerdings ist ein Abendregen sehr angenehm, weil dann die Temperaturen auf 25°C runtergehen. Wenn man die ganze Zeit nur 30°C und mehr hat, kommt einem das sehr kühl vor. Ich kann mich nicht gerade beklagen. Ich gehe sehr gern abends raus.

Die ersten drei Nächte waren in den Zimmern sehr heiß, aber wir haben mit der Klimaanlage geschlafen. Jetzt hat sich unser Körper ein wenig an die Hitze gewöhnt, wir machen die Anlage nicht mehr an und ich schwitze nur noch bei körperlicher Anstrengung. Außerdem haben wir einen Pool im Gebäude, sodass wir uns jederzeit erfrischen gehen können. Im Schatten hält man es auch prima aus. Sonnencreme ist jedoch ein großes Muss! Ich bin schon braun geworden! Da reicht es in den Pool zu gehen. Wenn am Mittag die Sonne im Zenit steht, ist es sehr sehr heiß und die Steine am Schwimmbecken glühen. o_O

Manchmal ist mir die Wärme auch zu viel. Da hilft nur duschen. Außerdem tun mir die Leute ein wenig Leid, die keine Jahreszeiten kennen. Es ist immer warm. Ich mag es, wenn Winter ist und ich mich auf den Sommer freuen kann, weil dann die Kälte verschwindet, und wenn mir die Hitze im Sommer zu viel wird, kann ich mich auf den Winter freuen, weil es dann wieder kühler wird. Hier ist es aber immer warm. Eine große Umstellung für jene, die hier für immer leben wollen und Jahreszeiten gewöhnt sind. Ich denke aber, dass die Einheimischen so angepasst sind, dass sie zufrieden mit ihrem Wetter sind. Sie kennen ja nichts anderes. Für mich ist das Wetter aber auf Dauer auch zu warm.

Hier noch ein Video von meinem ersten Monsunregen, den man auf Englisch auch „squall“ nennen kann, auf Deutsch vielleicht als „Regensturm“ bezeichnen könnte. Das Video passt doch viel besser zum Thema „Wetter“.

Das Wetter in Japan

 

 

日本の天気

Heute widme ich mich mal dem Wetter in Japan. Seit ich im September hergekommen bin, habe ich eine kleine Wetterstatistik betrieben. Das war jetzt nichts Großes. Ich habe nur die Tageshöchsttemperaturen und die Wetterverhältnisse ab dem 25. September aufgeschrieben.

Allgemein wird das japanische Wetter im Tokyoter Raum als subtropisches Ostseitenklima bezeichnet und der warmgemäßigten Klimazone zugeordnet. Das bedeutet, dass es ganzjährig milde Temperaturen gibt. Im Sommer heiß und feucht (30°C am Tag, 20°C in der Nacht) und im Winter trocken und sonnig (10°C am Tag, 0°C in der Nacht). Manchmal fällt sogar Schnee. Von Juni bis Juli gibt es die Regenzeit (梅雨 tsuyu), die durch die feuchten Passatwinde aus dem Westpazifik hervorgerufen wird. Mitte Juli bis Ende August ist es heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im September und Oktober drohen Taifune, die aber nicht länger als einen Tag dauern. Sie bringen starke Windböen und Regenfälle. Die Durchschnittstemperatur für Tokyo beträgt im Jahr 15,6°C, der wärmste Monat ist August mit durchschnittlich 27°C und der kälteste ist Januar mit 5°C. Am häufigsten regnet es im Juli, am wenigsten im Januar.

Natürlich kann ich mich nur auf knapp vier Monate beziehen, die ich hier war. Das bringt selbstverständlich kein abschließendes Ergebnis.

Als ich im September herkam, durfte ich noch die letzten Ausläufer der Hitze erleben. Tagestemperaturen von 26°C. Ab Anfang Oktober ging es aber auf dem Thermometer merklich runter auf etwa 20°C. Taifune habe ich keine erlebt, nur das schon erwähnte Erdbeben, was aber nichts mit dem Wetter zu tun hat. ^^

Der ganze Oktober war bis auf fünf Tage sonnig und brachte es am Ende auf eine Durchschnittstemperatur von 21,9°C. Im November wurde es merklich kühler und die Blätter haben sich langsam gelb und rot gefärbt. Im Durchschnitt waren es 15,5°C und es war auch sehr sonnig und kaum regnerisch. Ab Dezember habe ich dann gemerkt, wie es immer trockener wurde. Die Luftfeuchtigkeit sank auf 40%, verglichen im September bei noch 65%. Ich kann behaupten, dass es gerade mal an drei Tagen geregnet hat. Die Blumen sind im Garten langsam eingegangen. Unsere Einkaufsstraße war goldgGinkgo und Japanischer Ahornelb durch die Ginkgobäume. Wenn in Deutschland schon der Winter Einzug hält, fängt in Ostjapan erst der Herbst an.

Der Dezember schaffte es auf eine Durchschnittstemperatur von 12,3°C. Jetzt im Januar ist es immer noch sehr trocken. 30% Luftfeuchtigkeit merkt man dann, wenn die Haut auf den Händen anfängt rissig zu werden und man nachts nicht schlafen kann, weil einen der Reizhusten ärgert. Dafür haben wir im Haus Luftbefeuchter. Im Wohnzimmer läuft er fast den ganzen Tag. In der Nacht habe ich feuchte Handtücher in meinem Zimmer hängen. Die sind aber meistens nach vier Stunden schon wieder trocken. Ein Eimer Wasser soll da Abhilfe schaffen. ^^

Für Januar kann ich fast nur das Gleiche vom Dezember erzählen. Es ist trocken, und sehr sonnig. Drei Wochen schien die Sonne ununterbrochen, dann gab es zwei Regentage und seitdem ist es wieder trocken. Überhaupt nicht zu vergleichen mit dem depressiv machenden, wolkenverhangenem Winter in Deutschland. Hier wird man nicht depressiv! Im Moment liegt die Durchschnittstemperatur bei 8,8°C, und wenn ich daran denke, dass in Deutschland schon Minusgrade unter fünfzehn waren, bekomme ich eine Gänsehaut.

Einen lieben Gruß an die Frostbeulen 🙂


P.S. Für eine Weile wird das jetzt mein letzter Eintrag sein, bis der nächste im Februar folgt. Am 26.1. ziehen wir nämlich aus unserem Haus aus, bei Azusas Eltern für eine Woche ein, und dann fliegen wir am 2.2. nach Singapur. Wann und wo ich dann wieder Internet habe, kann ich jetzt noch nicht sagen.