Weihnachtsurlaub

Christmas holidays

Nachdem der ganze Stress vorbei war, freute ich mich auf meinen Weihnachtsurlaub bei meiner Familie. Ich besuchte erst meinen Vater und seine Partnerin und dann fuhr ich zu meiner Mutter nach Hause um dort die nächsten Tage zu verbringen. Weihnachten war wieder die übliche Affäre mit meinen Großeltern und da es immer ein wenig angespannt zugeht, freute ich mich einen Tag später in ein Flugzeug nach Wien einzusteigen. Der Flug ging spät und wir kamen sehr spät in unserem Hotel im Norden der Stadt im Alsergrund an. Die Unterkunft war aber sehr gut und die Betten angenehm zum Schlafen. Frisch gestärkt erkundeten wir am nächsten Tag bei kalten Temperaturen die Innenstadt Wiens. Sehr hilfreich war dabei der Hop on, Hop off Bus. Wien ist zu einer meiner Lieblingsstädte geworden. Die Architektur ist umwerfend und die Wiener sind sehr nette Leute. Wir haben gutbürgerliche Küche gegessen und die meisten Sehenswürdigkeiten gesehen. Leider war das Schloss Schönbrunn so überlaufen, dass wir dort keine Eintrittskarten mehr bekommen haben. Im Sommer ist es aber sicher schön dort. Irgendwann hole ich das nach. Sehr schön war auch, dass es schneite, als wir dort waren. Weihnachten und Schnee gehören einfach zusammen. 🙂

Wir feierten meinen Geburtstag auch dort – Wien war mein Geburtstagsgeschenk – und kehrten wenige Tage vor Silvester wieder nach Deutschland zurück.
Die Silvestertage verbrachten wir beide dann bei meiner Tante und meiner kleinen Cousine, die ich auch nur einmal im Jahr (wenn überhaupt) sehe.
Am 3. Januar flog ich nach einem schönen Urlaub wieder nach London zurück, und wie immer fiel mir der Abschied schwer. Allerdings freute ich mich auf meinen neuen Job, mein neues Zuhause und viel Arbeit.

Advertisements

Paris

10.5.2014
Zum letzten Weihnachtsfest schenkte mir meine Gastfamilie eine Wochenendreise nach Paris. Ich fand diese Geste sehr nett und aufmerksam, aber nach Paris wollte ich eigentlich nie. Mich hat diese Stadt noch nie gereizt. Insofern war ich froh, dass ich nicht selbst für diese Reise gezahlt habe. Es ging am 10. Mai sehr früh für mich los, denn gegen 7 Uhr fuhr der Eurostar von King’s Cross St. Pancras ab. Ich ereichte den Pariser Bahnhof Gare du Nord kurz nach 10 Uhr im strömenden Regen. Leider konnte ich erst 13 Uhr in meinem Hotel, dem Le Horset Opéra, einchecken und entschied mich somit für einen kleinen Rundgang. Ich erklomm schließlich mit meinem Handgepäckkoffer den Montmartre, um die Basilika Sacré-Cœur zu sehen. Da das Wetter so schlecht war, gab es nur wenige Touristen und der Ansturm auf die Kirche war gering. Mich schreckten die Bettler gleich am Türeingang ab, die unverschämt bettelten und einem am Hosenbein zupften. Sowas ist in London verboten und in Singapur erst recht. In der Kirche fand gerade Gottesdienst statt, sodass man sehr leise sein musste, aber es war erlaubt, in einem extra abgesperrten Bereich um die Gemeinde herumzulaufen.
Hungrig vom Auf- und Abstieg des 130m hohen Hügels fand ich mich in einem kleinen, japanischen Restaurant ein und erklärte der Bedienung mit Händen und Füßen was ich gerne essen möchte. Sie sprach weder Englisch noch Japanisch, sodass ich ihr ein paar Brocken Französisch aus meinem Reiseführer anbot.
Danach machte ich mich auf die Suche zu meinem Hotel, das ich unweit der Oper und gleichnamigen U-Bahn-Station in einer ruhigen Seitenstraße fand. Ich fand mich letztendlich in einem hübschen, ruhigen Doppelzimmer mit eigenem Bad und Blick auf die Straße wieder.
Nachdem ich mich etwas ausgeruht und meinen Reiseführer studiert hatte, verließ ich das Hotel wieder, weil es mit Regnen aufgehört hatte und ich mir die Gegend ansehen wollte. Ich war sehr froh, dass man mir ein Hotel in der Stadtmitte gebucht hatte, denn so hatte ich kurze Laufwege zu den touristischen Sehenswürdigkeiten. Unterwegs kam ich an einem Bus vorbei, der Rundfahrten anbot und kurzerhand saß ich in einem drin und ließ mich durch Paris fahren. Da ich nur knapp 24 Stunden Zeit für die Stadt hatte, wollte ich so viel wie möglich sehen, wenn ich schon nicht alles besuchen konnte. Die Fahrt führte mich am Louvre, dem Arc de Triomphe du Carrousel, der Notre Dame, der Place de la Concorde, der Seine, der Champs-Élysées mit Triumphbogen und dem Eiffelturm vorbei. Am Ende der Fahrt begann es wieder zu regnen und ich kehrte zum Abendessen beim Koreaner gegenüber des Hotels ein, wo es mir sehr gut schmeckte. Den Rest des Abends verbrachte ich mit Fernsehen im Bett.

11.5.2014
Der Morgen des nächsten Tages begann mit Sonnenschein. Ich entschied mich nach dem Frühstück zum Louvre zu gehen, weil ich gern die Mona Lisa wie so viele andere sehen wollte. Als ich schließlich vor ihr stand, war ich mir sicher, dass das nicht das Original sein konnte. Die würden beim Original niemals Fotografie zulassen und die Massen an Touristen, die dort knipsten, waren schon fast unerträglich.
Neben der Mona Lisa gibt es noch viele andere berühmte Gemälde, die es zu sehen gibt z.B. „Die Freiheit für das Volk“ von Eugène Delacroix (1830) und „Die Krönung in Notre Dame“ zeigt Napoleon gemalt von Jacques-Louis David. Eines der ältesten Artefakte stammt aus Ägypten und stellt den „Sitzenden Schreiber“ dar, der zwischen 2650-2500 v. Chr. entstand. Außerdem gab es Mumien und griechische Skulpturen zu sehen. Mir gefielen „Minerva“, „Die Venus von Milo“ und „Amor und Psyche“.
Nach etwa zwei Stunden im Louvre schlenderte ich an der Seine entlang, um zur Notre Dame zu gelangen. Trotz ein paar Regenschauern kam immer wieder die Sonne durch, sodass es ein guter Tag wurde. Ich musste nur etwa fünf Minuten an der Kathedrale anstehen, um hineinzukommen, was erstaunlich war, da sonst immer viele Touristen zu sehen waren. Diesmal gab es hier zum Glück keine Bettler.
Später fuhr ich mit der U-Bahn in den Osten der Stadt und arbeitete mich dort durch ein paar kleine Gassen zu einem Cafe, wo ich Crêpe mit Schokoladensoße und Eis aß. Das war köstlich.
Danach führte mich mein Weg zur gotischen Kirche Saint-Eustache, wo ich einem Orgelkonzert lauschte, das einmalig schön war.
Auf meinem Streifzug kam ich auch an der vergoldeten Bronzestatue von Jeanne d’Arc vorbei. Im Allgemeinen ist sehr viel in Paris vergoldet, was ich unglaublich protzig fand.
Gegen 18 Uhr checkte ich schließlich aus meinem Hotel aus und war kurz nach 20 Uhr wieder auf der Rückreise nach London.
Mir hat dieses Wochenende ganz gut gefallen, dennoch muss ich als Fazit sagen, dass Paris nicht zu meinen Lieblingsstädten gehört.

Landesgartenschau Aschersleben 2010

国内園芸博覧会

Am 26. Juni fuhr ich zur Landesgartenschau in Aschersleben, die vom 24. April – 10. Oktober 2010 stattfindet. Da ich noch nie auf einer Gartenschau war, hatte ich nur vage Vorstellungen, was mich erwarten würde. Ich erhoffte mir Gewächshäuser und Themengärten. Zum Teil wurde das auch erfüllt.

Erwachsene zahlten für die Tageskarte 13,00€ und der ermäßigte Preis betrug 10,00€.

Die Landesgartenschau befand sich nicht auf einem extra hergerichteten Areal sondern in den Parks von Aschersleben, die einfach nur aufgehübscht worden waren. Es gab insgesamt drei Parks zu bestaunen und der südlichste, zu dem ich auch als erstes gelangte, gefiel mir am besten, da es hier einen Fluss gab, an dem Sonnenbänke standen. Außerdem kleine Themengärten, einmal mediterran, und Ostseestrand, einen Imker und Kleingärtner. Im zweiten Park, der schön schattig war, gab es auch Liegebänke und aus Lautsprechern an den Bäumen drang sehr angenehme Musik. Der für mich hässlichste Park war der letzte gleich am Bahnhof. Er war mir einfach zu groß und zu sehen gab es nur die Springbrunnen, in denen die Kinder plantschten und die kleinen Themengärten am Rande. Damit will ich aber nicht sagen, dass sich die Fahrt nicht gelohnt hatte. Mir fehlten definitiv die Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen. Sowas liebe ich.

Masjid Sultan

スルタンモスク

Heute ist mein letzter Tag in Singapur, denn heute Nacht geht mein Flug nach Hause. Mein Gastvater hat sich für heute frei genommen und während die Kinder im Kindergarten waren, sind wir alle zu dritt in ein arabisches Viertel in der Stadt gegangen. Dort gab es natürlich viele kleine Geschäfte, wo orientalische Stoffe, Schmuck, Essen und Souvenirs verkauft wurden. Im Zentrum stand eine Moschee. Die sogenannte Sultan-Moschee (Masjid Sultan). Sie gilt als eine der wichtigsten Moscheen in Singapur. Nur Azusa und ich sind hineingegangen, um sie uns von drinnen anzusehen. Wir bekamen Kleidung, um uns zu verhüllen und durften dann nur auf bestimmten Teppichen laufen, um uns das Innere anzusehen. Welche Bewandtnis das hat, weiß ich nicht. Ich habe zwar Fotos von der Moschee innen machen dürfen, aber ich lade sie hier nicht hoch, weil ich denke, dass es ein heiliger Ort ist, der bewahrt bleiben soll. Ich habe in den Sachen ganz schön geschwitzt und war echt froh, als ich sie wieder ausziehen durfte. Wir sind dann noch durch die Gegend geschlendert und haben die Auslagen bestaunt (Kaschmirschals wurden für bloß 3-5 Euro verkauft).

Jetzt ist der Koffer schon gepackt und ich muss zugeben, ich mag nicht nach Hause fliegen, da es hier sehr schön ist. Alles ist so kunterbunt und vielfältig. So viele Menschen unterschiedlicher Kulturen leben friedlich an Ort und Stelle. Ganz anders als in Deutschland.

Verschiedene Eindrücke

色々な印象

In den letzten Tagen, die leider alle viel zu schnell vergangen sind, habe ich weiterhin verschiedene Eindrücke von Singapur gewinnen können.

Am Mittwoch war ich mit HIPPOtours unterwegs, einem Anbieter für Sightseeingausflüge mit einem Doppeldeckerbus in der Stadt. Das Ticket kostete mich nur 12 Euro und erlaubte mir für zwei Tage zwei Busrouten abfahren zu dürfen, einmal die City Tour und einmal die Heritage Tour. Das war beides sehr interessant, aber ich war nur an einem Tag unterwegs, weil sich das Wetter in Singapur immer so schnell ändert. An dem Tag, als ich unterwegs war, war es warm und windig.

Am Samstag war ich wie im letzten Jahr im Singapurer Zoo. Diesmal kamen aber auch Azusa und die Kinder mit. Leider musste Christoph arbeiten. Es hat uns trotzdem viel Spaß gemacht, da die Sonne geschienen hat und nicht ein unerwarteter Regenguss über uns hereinbrach.

Heute war ich dann nochmal ein bisschen shoppen (leider schwindet mein Geld immer mehr), da es hier so viele wunderbare Geschäfte wie Forever 21 oder Uniqlo gibt, die nicht teuer aber gut sind. Am Nachmittag war ich dann mit meiner Gastfamilie im Botanischen Garten, da es dort eine kleine Veranstaltung von Amelies Kindergarten bezüglich Ostern gab. Ja, Ostern wird auch in Singapur gefeiert und selbst Karfreitag ist ein Feiertag. Die Kinder sind dann Plastikeier suchen gegangen, weil die Schokoeier geschmolzen wären, und haben sich am Eierlauf beteiligt. Es war so warm, dass ich froh war, dass wir nach zwei Stunden wieder gegangen sind.

Singapore Flyer

シンガポル・フライヤー

Zu den hoch hinausgehenden Sehenswürdigkeiten in Singapur zählt der Singapore Flyer im Osten der Stadt an der Marina Bay. Dieses Riesenrad ist 165m hoch und löste bei seiner Eröffnung 2008 den Stern von Nanchang (China) als größtes seiner Art ab. Das London Eye war bis 1999 das größte Riesenrad der Welt. Die Baukosten des Singapore Flyers wurden von einigen deutschen Banken aufgebracht.

Jede seiner 28 Gondeln fässt 28 Personen und eine Umdrehung dauert 37 Minuten. Natürlich wollte ich mir eine Rundumansicht von Singapur nicht entgehen lassen, also wartete ich auf einen guten sonnigen Tag, damit ich auch eine wunderbare Sicht von dort oben hatte. Der Eintritt war nicht teuer, etwa 15,70€. Zum Glück musste ich auch nirgendwo anstehen, da ich unter der Woche hingegangen war. In meiner Gondel waren vielleicht fünfzehn Leute. Während der Fahrt konnte man einem kleinen Handheld zuhören, der etwas über die Entstehung des Riesenrades und den Sehenswürdigkeiten rundherum erzählte. Dabei habe ich erfahren, dass der Singapore Flyer unter der Anleitung von Feng Shui-Meistern erbaut wurde. Er befindet sich zwischen zwei Flüssen auf einer Halbinsel, bewegt sich vom Meer ausgesehen in Uhrzeigerrichtung und trifft sich mit Erde und Himmel. Daraus wird positive Energie gesammelt, das Glück wird gebündelt und am obersten Punkt des Rades soll man sich dann etwas wünschen. Ist doch eine hübsche Geschichte.

Kamakura

鎌倉

Am Sonntag bin ich mit meiner Bekannten in Kamakura gewesen. Das Wetter war wunderbar bei 16°C und viel Sonnenschein. Kamakura liegt südlich von Tokyo und ist in etwa einer anderthalb Stunde mit dem Zug von Yokohama zu erreichen. Die Stadt ist von Bergen umgeben, und bei gutem Wetter kann man sogar den Fujisan von hoch gelegenen Standorten sehen. Da Kamakura auch am Meer liegt, kommen viele Touristen hierher.
Geschichtlich gesehen, war die Stadt im 12. Jahrhundert einst politischer und kultureller Mittelpunkt Japans, da der sogenannte Minamoto-Klan von hier über das ganze Land herrschte.
Kamakura ist ein sehenswerter Ort, weil es hier 19 Shintô-Schreine und 65 buddhistische Tempel gibt. Fünf der Tempel zählen zu den hochrangigsten des Zen-Buddhismus, darunter der Engaku-ji und der Jôchi-ji. Für alle Tempel musste man einen Eintrittspreis zwischen 200-300 Yen bezahlen – laut heutigem Wechselkurs etwa 1,50-2,20 Euro – was nun wirklich nicht teuer ist, weil der Anblick der Tempel den Preis wert war.Engaku-ji

Der Engaku-ji befindet sich gleich am Bahnhof Kita-Kamakura und wurde im Jahre 1282 fertiggestellt. Er ist ein bedeutendes Zentrum sino-japanischer Kultur. Im Laufe der Jahrhunderte war auch er Feuer und Erdbeben ausgesetzt und viele seiner Gebäude wurden wiederaufgebaut. Viele bedeutende Mönche lebten hier im Tempel und sorgten dafür, dass der Engaku-ji zu einem der einflussreichsten Zen-Tempel Japans wurde. Von seinem höchsten Punkt kann man den Fujisan sehen.
Verlässt man den Engaku-ji und überquert die Bahnschienen erreicht man weitere Tempel. Man kann sich auf seinem Weg dann überlegen, ob man in jeden hinein möchte, um überall Geld zu bezahlen. Nicht alle Tempel sind so groß und prächtig wie der Engaku-ji.
Links des Jôchi-ji, der im 13. Jahrhundert gebaut wurde, befindet sich einer der Wanderpfade Kamakuras, von dem man zum Großen Buddha wandern kann. Natürlich habe ich mir den angetan. Das Wetter war schließlich gut und der Boden fest. Das war auch gut so, denn es ging die ganze Zeit über riesige Wurzeln bergauf, bergab. Unterwegs gab es kleine Aussichtspunkte, zwei Schreine und viele im Herbstrot stehende Japanische Ahorne zu sehen.
Nach 1½ h schweißtreibender Wanderung erreichten wir das Ende des Pfades und kamen nach wenigen Metern zum Großen Buddha, dem Daibutsu. Diese 13m hohe und 121t schwere Bronzeskulptur sitzt im Kôtoku-in, einem weiteren Tempel, und ist Touristenmagnet für alle, die ein Foto davor machen und in die Statue hineingehen wollen. Seit etwa 1252 sitzt sie nun schon hier und zeigt den Buddha Amithaba. Daibutsu

Nach dem Kôtoku-in folgt eine der großen Einkaufsstraßen, in der man sich Eis und Souvenirs aller Art kaufen kann. Unweit davon liegt auch der Hase-dera – noch ein kostenpflichtiger Tempel – in dem es die älteste Glocke der Stadt, eine Höhle mit Statuen, zwei Häuser, in denen man Kalligraphie lernen kann, und ein Schatzhaus zu sehen gibt. Vom Tempel ist es dann auch nicht mehr weit zum Strand, zu dem wir gingen und uns die Surfer ansahen. Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, kehrten in ein sehr kleines Restaurant ein, um gut zu essen, und sind dann spät wieder nach Hause gefahren.
Von dem ganzen Ort habe ich an diesem Tag nur einen Bruchteil gesehen, was schade war, da ich nicht weiß, ob ich nochmal hinfahre.