Osterurlaub

Easter holidays

Schließlich trat ich meinen zweiwöchigen Osterurlaub nach Ostern – abhängig davon, wann meine Arbeitgeber in den Urlaub gingen, was so typisch bei Nannys ist. Zuerst verbrachte ich ein paar Tage bei meinem Vater und seiner Partnerin; wir fuhren ein paar Verwandte besuchen, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und dann reiste ich zu meiner Mutter und meinen Großeltern.
Für drei Tage machte ich einen Kurzurlaub mit meiner Mum in Dresden, wo ich auch schon ein paar Jahre nicht mehr gewesen war, bevor ich eine Freundin im Vogtland besuchen ging und dort auch ein paar Tage verbrachte. Bei so wenig Zeit für Freunde und Familie, versuche ich wirklich so viele wie irgendwie möglich unterzukriegen. Auch wenn der Urlaub immer schnell vorbei geht, so konnte ich doch wieder eine wunderschöne Zeit in Deutschland verbringen, bevor es wieder in London ging.

Bei meiner neuen Familie lief alles super, die Kinder verstanden sich prima mit mir, meine Arbeitgeber waren nett und fair zu mir, und es gab nichts, was mich wirklich traurig stimmen sollte, wieder nach London zurückzukehren. Aber mal ehrlich, Abschiede sind immer schwer für mich. Ich bin besser im Hallo-Sagen.

 

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Clacton-on-sea

Da ich zum Osterfest 2015 keinen langen Urlaub wie im letzten Jahr bekam, jedoch das Osterwochenende anstand, buchte ich mir kurzerhand einen Kurzurlaub in dem Badeort Clacton-on-sea, um einen weiteren Küstenort Englands kennenzulernen. Clacton selbst ist nicht sehr groß und hat nicht wirklich viel zu bieten, außer einen langen Strand, der im Sommer gut besucht ist, einen Pier mit Vergnügungspark, Arkaden und Möwen, die viel Krach machen. Entlang der Küste befinden sich noch alte Wehrtürme, die sogenannten Martello Towers – welche einst zur Verteidigung gegen Napoleon gebaut wurden und noch heute zu sehen sind.

Mein B&B war leider auch nicht so toll – sehr kleines Zimmer – aber ich wollte ja eh nur dort schlafen. Meistens, wenn es das Wetter mir erlaubte, war ich unterwegs. Ich machte einen Tagesausflug nach Colchester, welche die älteste urkundlich erwähnte städtische Siedlung in Großbritanniens ist. Ihre Geschichte geht bis zur römischen Eroberung im Jahre 45 n. Chr. zurück. Außer einer schönen Altstadt mit Fachwerkhäusern aus dem 16. Jh. gibt es dort auch das Colchester Castle zu sehen, das 1070-1100 erbaut wurde. Heute befindet sich darin ein Museum.

Weihnachtsurlaub

Christmas holidays

Nachdem der ganze Stress vorbei war, freute ich mich auf meinen Weihnachtsurlaub bei meiner Familie. Ich besuchte erst meinen Vater und seine Partnerin und dann fuhr ich zu meiner Mutter nach Hause um dort die nächsten Tage zu verbringen. Weihnachten war wieder die übliche Affäre mit meinen Großeltern und da es immer ein wenig angespannt zugeht, freute ich mich einen Tag später in ein Flugzeug nach Wien einzusteigen. Der Flug ging spät und wir kamen sehr spät in unserem Hotel im Norden der Stadt im Alsergrund an. Die Unterkunft war aber sehr gut und die Betten angenehm zum Schlafen. Frisch gestärkt erkundeten wir am nächsten Tag bei kalten Temperaturen die Innenstadt Wiens. Sehr hilfreich war dabei der Hop on, Hop off Bus. Wien ist zu einer meiner Lieblingsstädte geworden. Die Architektur ist umwerfend und die Wiener sind sehr nette Leute. Wir haben gutbürgerliche Küche gegessen und die meisten Sehenswürdigkeiten gesehen. Leider war das Schloss Schönbrunn so überlaufen, dass wir dort keine Eintrittskarten mehr bekommen haben. Im Sommer ist es aber sicher schön dort. Irgendwann hole ich das nach. Sehr schön war auch, dass es schneite, als wir dort waren. Weihnachten und Schnee gehören einfach zusammen. 🙂

Wir feierten meinen Geburtstag auch dort – Wien war mein Geburtstagsgeschenk – und kehrten wenige Tage vor Silvester wieder nach Deutschland zurück.
Die Silvestertage verbrachten wir beide dann bei meiner Tante und meiner kleinen Cousine, die ich auch nur einmal im Jahr (wenn überhaupt) sehe.
Am 3. Januar flog ich nach einem schönen Urlaub wieder nach London zurück, und wie immer fiel mir der Abschied schwer. Allerdings freute ich mich auf meinen neuen Job, mein neues Zuhause und viel Arbeit.

Das Leben ist wie eine Warteschlange

Life is like a queue

Asche auf mein Haupt, dass ich so lange nicht geschrieben habe, aber die letzten Monate waren nicht sehr ergebnisreich und auch etwas langweilig. Ich war mitunter bei der Einschulung meiner Cousine, und habe Berlin und Prag besucht. Ich fahre immer wieder gern nach Berlin, weil es einfach eine schöne Stadt ist. Prag hat mir auch sehr gefallen. Das war wie Urlaub.

Der Sommer war ja nun nicht so prickelnd, bis auf ein paar Ausfälligkeiten an Hitze, die zum Glück die Brom- und Himbeeren im Garten meiner Großeltern zum Wachsen gebracht haben und mir am Ende einige Marmeladengläser beschert haben. 😉

Nun haben wir schon wieder Herbst und auch das Hintergrundbild hat sich der Jahreszeit angepasst. Ich bin immer noch auf Jobsuche. Die ganze Sache mit der Agentur vor 9 Monaten war enttäuschend. Nun versuche ich es über Websiten, wo sich Privatpersonen anmelden und direkt mit einem in Kontakt treten können. Was auch immer Agenturen versprechen, nicht allen darf man trauen und sich auf sie verlassen. Es ist wirklich besser mehrgleisig zu fahren.

Vor ein paar Tagen hat sich endlich ein netter Kontakt mit einer Interessentin ergeben, die eine Kinderbetreuerin für ihre kleine Tochter benötigt. Wir sind noch dabei E-Mails auszutauschen und wollen uns auch kennenlernen, daher will ich nicht zu übereilig sein. Aber ich bin sehr froh, dass endlich ein Silberstreif am Horizont zu sehen ist.

Semesterferien

期末休暇

Ja, ich weiß, ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, aber es sind noch immer Semesterferien (17.07. – 03.10.2010) und da war ich einfach zu beschäftigt, um Einträge in meinem Blog zu hinterlassen. Ich war außerdem dreimal im Urlaub und habe zwischendurch noch andere Unternehmungen gemacht. In den folgenden Tagen werde ich meine ganzen Ausflüge hier dokumentieren. Es wird also wieder was zu lesen geben. Hier eine kleine Liste, über was ich schreiben werde:

  1. Landesgartenschau in Aschersleben
  2. Rappbodetalsperre im Harz
  3. Urlaub im Spreewald
  4. Urlaub in der Prignitz
  5. Urlaub an der Ostsee

Bintan Island

ビンタン島

Ich bin seit gestern wieder aus dem dreitägigen Urlaub mit meiner Gastfamilie zurück. Wir waren auf Bintan, einer indonesischen Insel, die sich 40km südlich von Singapur befindet. Christoph hatte für uns zwei Zimmer im Bintan Lagoon Resort gebucht. Am Mittwochmittag sind wir mit der Fähre dorthin gefahren. Die Überfahrt dauerte nur 50min, war aber aufgrund des hohen Seegangs nichts für schwache Mägen. Selbst mir war etwas mulmig. Im Fährenterminal Tanah Merah im Osten Singapurs ging es zu wie auf dem Flughafen. Wir mussten durch eine Sicherheitskontrolle und unser Gepäck überprüfen lassen. Außerdem gab es ein paar Formalitäten auszufüllen, da wir die Landesgrenze überschritten. In Bintan angekommen, reihten wir uns in die lange Schlange, die sich ein Visa-on-Arrival kaufen musste. Es gewährt einen 30-tägigen Aufenthalt im Land und kann nicht verlängert werden. Es kostete 25 US$ (~18,50€). Früher hat es mal 10 US$ für einen 7-Tage-Aufenthalt gekostet, aber die Bestimmungen haben sich geändert. Ich bekam einen Visaaufkleber in meinen Pass und dann ging es zur Gepäckstelle. Als wir alles beisammen hatten, verließen wir das Gebäude und wurden von einem Reisebus zu unserem Hotel gefahren. Das Bintan Lagoon Resort ist eins von mehreren seiner Art im Norden der Insel. Indonesien hat diesen Teil an Singapur verpachtet, damit es ein Resort daraus machen konnte. Ich fand es überwältigend groß. Es wird durchzogen von Golfplätzen und Abenteuerspielplätzen, Seen und großen Mangrovenwäldern. Ich habe sogar ein paar freilebende Affen gesehen.

Im Hotel angekommen, holten wir unsere Schlüssel und bezogen unsere Zimmer. Ich teilte mir mit Amelie eins und wir hatten genügend Platz für uns beide. Zwar hatten wir keinen Blick aufs Meer (das hätte mehr gekostet), aber wir waren sowieso meistens draußen als im Zimmer. Das Hotel war in einen West- und Ostflügel unterteilt und in der Mitte befanden sich die Lobby und die Restaurants. Zum Strand waren es etwa 5min und da wir leider sehr hohen Seegang hatten und rote Fahnen Badeverbot geboten, waren wir oft in unserem riesigen Pool.

Wenn die Kinder abends dann im Bett waren, bin ich mit Christoph Billiard oder Tischtennis spielen gegangen. Wir waren auch einmal beim Bogenschießen und nach 7 Jahren hatte ich zum Glück nichts verlernt.

Der Donnerstag war leider sehr verregnet, darum haben wir nicht so viel machen können, als im Freizeitcenter um die Ecke Tischtennis zu spielen oder die Kinder im Kids Club abzugeben. Am Abend kam jedoch die Sonne mal heraus.

Der Freitag sah nicht anders aus. Es tropfte oft genug, dass man selten draußen war. Ich glaube, das lag am Monsun. Es war immer noch sehr windig.

Alles im allem hat es mir aber sehr gefallen und ich habe mich sehr gefreut, dass mich meine Gastfamilie mitgenommen hat! Die Bilder sprechen alle für sich.

Izu

伊豆

Von Sonntag bis Dienstag bin ich mit meiner Gastfamilie hinunter auf die Halbinsel Izu gefahren. Izu ist genauso wie Hakone für seine Onsen bekannt und auch dieser Ausflug sollte viel mit Baden zu tun haben. Die Izu-Halbinsel befindet sich südwestlich von Tokyo zu Füßen des Fujisan und ist ein großes Erholungsgebiet wegen ihrer Onsen und den guten Tauchplätzen. Bekannt ist Izu als wichtigster Wasabi-Produzent Japans. Man kann hier sogar Eis mit Wasabi-Geschmack kaufen. Probiert habe ich es aber nicht.

Am Sonntagmorgen sind wir gegen elf Uhr mit dem Auto los Richtung Süden. Das Wetter war so klar, dass wir schon von Yokohama den Fujisan sehen konnten. Wir machten für das Mittagessen einen kleinen Stopp an einem Schnellrestaurant und dann ging es weiter. Bald tauchte auf der rechten Seite das Meer auf und verschwand auch gleich wieder, weil die Izu-Halbinsel aus vielen Hügeln besteht. Die Landschaft ist wirklich unbeschreiblich schön hier. Für Fans des Films „Shogun“: Hier wurde viel für den Film gedreht! Tja, und ich hab es gesehen. ^^

Ungefähr drei Stunden brauchten wir bis Izu (2004 aus dem Zusammenschluss der Dörfer Toi, Amagiyugashima, Nakaizu Wandschrankund Shuzenji gegründet) und bezogen dort unser Hotel im Ortsteil Toi. Wie in vielen Hotels, die Onsen haben, sind die Zimmer alle traditionell japanisch. Das bedeutet man öffnet die Tür und kommt in einen kleinen Flur, zieht hier die Schuhe aus, geht über eine Stufe und betritt den Wohnraum, der aus Tatamimatten besteht. Wir hatten auch einen Balkon und neben der Eingangstür befand sich ein Waschraum und die Toilette. Im Wohnraum befand sich im eingebauten Wandschrank alles, was wir zum Schlafen brauchten, Futon, Decken und Matratzen. Wenn man das alles rausgeräumt hatte, war soviel Platz, dass man einen Erwachsenen darin hätte verstecken können. Ich muss zugeben, ich habe darin mit Felix Verstecken gespielt.

Natürlich bin ich noch am ersten Tag vor dem Abendessen mit meiner Gastmutter ins Onsen gegangen. Das wollten wir uns nicht nehmen lassen. Sowieso besteht ein Hotelbesuch in Izu meistens nur daraus zu entspannen, zu baden, die Gegend zu entdecken, wieder zu baden und gaaaanz viel zu essen.  Oder sagen wir mal besser, Urlaub in Japan besteht oft nur aus drei Tagen Faulsein, weil die Japaner immer so wenig Urlaub nehmen und sich entspannen können.
Diesmal hatten wir kein privates Onsen wie in Hakone, sondern nur ein öffentliches, geschlechtergetrenntes Bad. Auch hier zieht man vor Betreten des Bades die Hausschuhe aus (diese bekommt man vom Hotel), dann geht man in den großen Umkleideraum (keine Einzelkabinen), wo in unserem Fall auf der rechten Seite Frisiertische mit Spiegeln standen und links ganz viele Körbe mit Nummern, worin man seine Kleidung gelegt hat. Man kann hier getrost alles unbeaufsichtigt zurücklassen. In Japan stiehlt niemand. Jeder nimmt Rücksicht auf den anderen. Japan, ich liebe dich!

Also, man zieht sich aus und geht dann ins Bad hinein. Bei uns befand sich das Badebecken mit den Waschplätzen in einer Halle. Vor dem Baden seift man sich gründlich ein und wäscht alles gut ab. Danach kommt der Härtetest, wieSonnenuntergang lange man 42-44°C warmes Wasser aushält. Ich habe es immer 10 min ausgehalten, dann eine kleine Pause gemacht und wieder rein ins Wasser. Es ist ja so entspannend und vom Becken konnten wir den Sonnenuntergang beobachten. Es war so schön. Es gab auch ein Außenbecken (ein rotenburo 露天風呂). Da wird dann der Kopf kalt und die Hände dampfen durch die Hitze des Wassers. Selbst Japaner bleiben nicht länger als 10-15 min im Wasser (zumindest Frauen). Ich hab beim zweiten Baden vielleicht ein wenig übertrieben. Ich hab dann schon Sterne gesehen. ^^ Es ist aber auch so schön und wenn man dann gleich zum superlecker hergerichteten Abendessen geht, ist man so richtig entspannt.

Das Abendessen war aber auch unglaublich! Natürlich Fisch in allen Varianten, aber auch Skampi, Hummer, Tintenfisch, Qualle usw., was vielleicht so manchen Deutschen abschreckt zu essen. Ich habe aber auch alles probiert. Qualle schmeckt nach nichts. Isst man es mit Sojasoße schmeckt es natürlich danach. Tintenfisch ist mir zu fischig gewesen. Hummer war einmalig lecker und Skampi auch.
Nach dem Abendessen nochmal baden und dann ins Bett, das während des Abendessens vom Hotelpersonal hergerichtet wurde. Alle schlafen in einem Raum.

Drei Tage habe ich das alles genossen.
Baden, baden, baden. Ich glaube, ich war sechsmal baden an diesen drei Tagen, als wir dort waren. Danach war ich rot wie ein Hummer, aber alle meine Rückenschmerzen waren weg. Außerdem ist das Wasser sehr gut für Leute mit Hautproblemen, Verspannungen und Entzündungen, da Natrium, Magnesium, Kalium, Chlorid, Brom und andere Sulfate darin enthalten sind.
Natürlich sind wir auch den Ort erkunden gegangen. In Toi befindet sich zum Beispiel die weltgrößte Blumenuhr und ein Museum über die Zeit der Goldsuche in Toi. Dort kann man eine Mine besichtigen. Wir haben sie uns angesehen.

Alles in allem war Izu wunderschön! Wahrscheinlich war das jetzt aber unser letzter Ausflug in ein Onsen. Es war immerhin sehr teuer.